§ 21 JGG

BGH, 21.06.1972 - 3 StR 24/72

1. § 21 Abs. 2 JGG ist - ebenso wie § 23 Abs. 2 StGB - eine Ausnahmevorschrift, die namentlich die Berücksichtigung einer Konfliktslage ermöglichen soll. Auch sie setzt besondere Umstände sowohl in der Tat als auch in der Persönlichkeit des Verurteilten voraus.
2. Die in Betracht kommenden Umstände können allerdings bei einem Jugendlichen anders zu bewerten sein als bei einem Erwachsenen, so etwa im Falle von Motivationen, die für die Entwicklungsphase des Jugendlichen typisch sind.