Aktuelle Nachrichten

Haushalt 2027: Plus im Etat des Bundesrechnungshofes

Haushalt/Gesetzentwurf Der Etat des Bundesrechnungshofes soll im kommenden Jahr 218,9 Millionen Euro betragen. Das sieht der Regierungsentwurf für den Haushalt vor.

Haushalt 2027: Etat des Bundesverfassungsgerichts steigt

Recht und Verbraucherschutz/Gesetzentwurf Im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sind für das Bundesverfassungsgericht Ausgaben in Höhe von 49,1 Millionen Euro vorgesehen.

Haushalt 2027: Etat der Datenschutzbeauftragten steigt

Inneres/Gesetzentwurf Im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sind für die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Ausgaben in Höhe von rund 58,1 Millionen Euro vorgesehen.

Haushalt 2027: Etat des Bundesrates nahezu unverändert

Haushalt/Gesetzentwurf Der Etat des Bundesrates sieht für 2027 Ausgaben in Höhe von rund 41 Millionen Euro vor.

Haushalt 2027: Etat des Bundespräsidenten steigt

Haushalt/Gesetzentwurf Der Etat des Bundespräsidenten und Bundespräsidialamts sieht für 2027 Ausgaben in Höhe von 70,4 Millionen Euro vor.

FutureLaw 2026: Digitalisierungsschub durch strukturierte Daten? Die Realität der prädiktiven Justiz

Legal Tech Verzeichnis - 17.08.2026

Die Digitalisierung des europäischen Justizsystems schreitet rasant voran, angetrieben durch regulatorische Rahmenbedingungen wie den EU AI Act und die wachsende Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung in Zivilverfahren und der unternehmerischen Compliance. Der Einsatz von Predictive Analytics und automatisierten Entscheidungsunterstützungssystemen in der Justiz und in Anwaltskanzleien wird jedoch durch einen eklatanten Mangel an strukturierten, zugänglichen Daten erheblich eingeschränkt. Das Fundament der „Predictive Justice“ kann nicht auf proprietären Silos oder fragmentierten, undurchsuchbaren PDF-Archiven aufgebaut werden.

Das zentrale Spannungsfeld dreht sich um Transparenz, Datensouveränität und die ethischen Implikationen algorithmischer Rechtsprechung. Während Rechtssysteme vom rein menschlichen Ermessen zur Einbeziehung statistischer Inferenzen übergehen, wird die Herkunft der Trainingsdaten zu einer Angelegenheit von öffentlichem Interesse und regulatorischer Prüfung.

Auf dem FutureLaw-Kongress 2026 war die Schnittstelle zwischen Open Law und prädiktiver Analytik Gegenstand intensiver Debatten, insbesondere im Hinblick darauf, wie unterschiedliche rechtliche Verfahren unterschiedliche Ebenen der menschlichen Aufsicht erfordern. Die Tragweite dieser Entwicklung ist enorm.

Peteris Zilgalvis, Richter am Gericht der Europaeischen Union (EuG), fasste die historische Bedeutung dieses Wandels zusammen: „This is perhaps the most transformational technology that we have seen artificial intelligence, because for the first time, it’s addressing and perhaps doing better that which we do the best compared to other animals in the world“.

Damien Riehl wies auf die strukturellen Ungleichheiten in den derzeitigen Systemen hin: „If you ask the judges, whose data is it, the judges will say, what do you mean to protect our judicial opinions from these nasty data brokers that are trying to do evil things with our data… but of course, yes, there are those nasty data brokers, but there are also people that are trying to get access to justice“.

Der fehlende offene, maschinenlesbare Zugang zu Gerichtsentscheidungen verhindert die Entwicklung gerechter prädiktiver Werkzeuge und konzentriert strategische Vorteile in stark kapitalisierten Großkanzleien.

Darüber hinaus muss die Anwendung von Künstlicher Intelligenz innerhalb der Justiz strikt nach der Art des Rechtsstreits segmentiert werden. Dr. Benedikt Quarch schlug einen pragmatischen Ansatz vor: „My approach would be distinguished between the areas of law and the types of claims, and in certain claims, at least I’m saying AI could play also the central [role], of course, always with the human oversight“. Er merkte an, dass in stark repetitiven Zivilverfahren, wie etwa bei massenhaften Fluggastentschädigungen, automatisierte Systeme die Gerichte drastisch entlasten könnten.

Für europäische Rechtsinstitutionen ist der Auftrag klar: Bevor komplexe, agentenbasierte Workflows sicher eingesetzt werden können, müssen die zugrundeliegenden juristischen Daten strukturiert, anonymisiert und unter Einhaltung strengster Datenschutzstandards zugänglich gemacht werden. Der Weg aus der „Black Box“ erfordert nicht nur erklärbare Algorithmen, sondern eine grundlegende Restrukturierung der Archivierung und Distribution juristischer Daten.

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Einmal einrichten, nie wieder klicken

beck-aktuell - 17.08.2026
Einmal einrichten, nie wieder klicken cookies_banner_2026.jpg karla_wilken Mo., 17.08.2026 - 12:48 Cookie-Banner überfordern viele und nerven fast alle Nutzer: Die Datenschutzbeauftragte fordert deshalb eine europäische Lösung für Cookie-Manager, die eine bewusstere Entscheidung über persönliche Daten ermöglichen sollen. EDV-, Multimedia-, Medien- und Postrecht Europarecht, ausl. Recht, Völkerrecht

DAV will "Rasse" aus dem Gesetz streichen

beck-aktuell - 17.08.2026
DAV will "Rasse" aus dem Gesetz streichen diskriminierung-agg-Davizro Photography -adobe.jpg karla_wilken Mo., 17.08.2026 - 12:27 Zum 20. Geburtstag und der anstehenden Reform des AGG hat der DAV einige Verbesserungsvorschläge. So möchte er gerne den Begriff der "Rasse" im Gesetzestext ersetzen und er dringt auf eine längere Verjährungsfrist. Sonstiges Bürgerliches Recht

Grüne thematisieren Gebäudemodernisierungsgesetz

Wirtschaft und Energie/KleineAnfrage Das Gesetzgebungsverfahren zum Gebäudemodernisierungsgesetz ist Thema einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Details zur Förderung von "Islamic Relief Deutschland"

Auswärtiges/KleineAnfrage Nach den Entscheidungsprozesse im Auswärtigen Amt bei der Förderung der Organisation "Islamic Relief Deutschland" erkundigt sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage.]

Deutscher Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/KleineAnfrage Den deutschen Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage.

Linke fragt nach Bilanz der Berliner Sudan-Konferenz

Auswärtiges/KleineAnfrage Nach einer Bilanz der Sudan-Konferenz im April in Berlin erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage.

Strategie "Gender in der deutschen humanitären Hilfe"

Auswärtiges/KleineAnfrage Nach dem Verbleib der Strategie des Auswärtigen Amtes mit dem Titel "Gender in der deutschen humanitären Hilfe" erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage.

UN-Abkommen für Wirtschaft und Menschenrechte

Auswärtiges/KleineAnfrage Nach den Verhandlungen zu einem Abkommen der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage.

Hochschulkooperationsprogramme des DAAD

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/KleineAnfrage Nach Plänen der Bundesregierung zur Einstellung von Hochschulkooperationsprogrammen Deutschen Akademischen Austauschdienstes erkundigt sich Die Linke in einer Kleinen Anfrage.

Arbeitssicherheit im Bereich der Stromerzeugung

Arbeit und Soziales/KleineAnfrage Für die Arbeitssicherheit und das Unfallgeschehen im Bereich der Stromerzeugung interessiert sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage.

Linke thematisiert Daten-Leak beim World Food Programme

Auswärtiges/KleineAnfrage Nach einem Daten-Leak beim World Food Programme (WFP) durch einen Cyberangriff im Mai erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage.