Aktuelle Nachrichten

LG Frankfurt am Main zu Korruptionsskandal um Oberstaatsanwalt: Hessen scheitert mit Millionenklage gegen Geschäftspartner

LTO Nachrichten - 01.06.2026

Ausgerechnet ein Korruptionsermittler und ein befreundeter Unternehmer verschafften sich jahrelang illegale Einnahmen. Sie wurden zu Haftstrafen verurteilt. Schadensersatz muss der Geschäftspartner aber nicht zahlen, so das LG Frankfurt.

AfD fragt nach Kindern als Täter

Inneres/KleineAnfrage Kinder als Täter sind Gegenstand einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion.

Klimarat: Deutschland verfehlt Klimaziele bis 2030

Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Unterrichtung Deutschland wird laut dem Expertenrat für Klimafragen seine Klimaziele bis 2030 verfehlen. In seinem Prüfbericht beurteilt er auch das Klimaschutzprogramm 2026 als ungenügend.

AfD fragt nach Zentrum für Migrationsforschung

Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend/KleineAnfrage Die AfD-Fraktion hat eine Kleine Anfrage zum Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung gestellt.

Zu wenig Kapazitäten bei Fachkräften in der Pflege

Gesundheit/Unterrichtung Der Bericht über die Umsetzung und Weiterentwicklung des Personalbemessungsverfahrens in der vollstationären Langzeitpflege liegt als Unterrichtung der Bundesregierung vor.

AfD fragt nach "Demokratie leben!"-Programm

Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend/KleineAnfrage Nach dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" erkundigt sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage.

Schattenwirtschaft weiter gewachsen

Finanzen/Unterrichtung Die Schattenwirtschaft in Deutschland ist 2024 auf 11,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen, wie aus einer Unterrichtung der Bundesregierung hervorgeht.

Keine öffentlichen Angaben zur Visumsversagung

Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung/Antwort Da als Verschlusssache eingestuft, gibt die Regierung keine öffentliche Auskunft über die Anzahl der internationalen Studierenden, die von 2020 bis 2024 von einer Visumsversagung betroffen waren.

AfD fragt nach Straftaten

Inneres/KleineAnfrage Das Täter-Opfer-Verhältnis bei Straftaten von Deutschen und Zuwanderern im Jahr 2025 steht im Zentrum einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion.

Übersicht zur Umsetzung von EU-Regeln im Steuerbereich

Finanzen/Antwort Eine Übersicht über die Umsetzung von EU-Regeln in nationales Recht im Bereich der Steuergesetzgebung findet sich in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion

Norton Rose Fulbright advises Bluefield Solar Income Fund on £548 million recommended cash offer by Drax

Norton Rose Fulbright - 01.06.2026
Global law firm Norton Rose Fulbright is advising Bluefield Solar Income Fund (BSIF) on the £548 million recommended cash offer by Drax Smart Generation Holdco Limited, a wholly-owned subsidiary of Drax Group plc (Drax).

Von der Pyramide zur modifizierten Rechtsmarkt-Rakete

Legal Tech Verzeichnis - 01.06.2026

Wie sieht der (digitalisierte) Rechtsmarkt der Zukunft aus? Die neue Studie „Legal Market Economics“ des Bucerius Legal Innovation Hub liefert Antworten. Der Beitrag stellt die für die moderne Rechtsorganisationen wesentlichen Erkenntnisse vor.

Die 44-seitige Studie „Legal Market Economics” analysiert mit einem Mixed-Methods-Ansatz die Leistungsfähigkeit des deutschen Rechtsmarkts. Für die Studie wurden unter anderem 610 Mitarbeitende aus Rechtsorganisationen (Kanzleien und Rechtsabteilungen) sowie Studierende befragt sowie Interviews mit HR-Verantwortlichen aus Rechtsorganisationen geführt.

1. Leistungsgap auf dem Rechtsmarkt

Mittels Legal Data Science weist die Studie nach, dass die Komplexität von Recht kontinuierlich zunimmt. So ist der Normumfang an deutschem Bundesrecht in den letzten zehn Jahren um mehr als 20% gestiegen. Gleichzeitig fehlt es an juristischem Nachwuchs: Das Funnel-Modell des juristischen Nachwuchses zeigt einen künftigen Rückgang von Nachwuchsjuristen. Gleichzeitig steht der Anwaltsmarkt vor einer Ruhestandswelle: Rund 17,5 % der Rechtsanwält:innen werden bis 2029 das ruhestandsfähige Alter erreichen. Folge dessen ist ein Leistungsgap auf dem Rechtsmarkt.

Mögliche Auswege aus dem Leistungsgap liegen insbesondere in einer Erhöhung der Effizienz der juristischen Leistungserbringung durch Arbeitsteilung und Technologie. Das Leistungsgap trifft dabei vor allem die Breite der Gesellschaft – können große Rechtsorganisationen ihre Organisationsstrukturen umstellen und profitieren mittelständische Kanzleien von einem Zuwachs an hochwertigen Bewerbungen, gestaltet sich insbesondere die Besetzung wirtschaftlich weniger attraktiver oder ländlicher gelegener Positionen zunehmend schwieriger.

2. Künstliche Intelligenz als Differenzierungs-Booster auf dem Rechtsmarkt

Die Verfügbarkeit von KI-Anwendungen führt zu einem Differenzierungsbooster auf dem Rechtsmarkt. Wirtschaftskanzleien überdenken Geschäfts- und Pricingmodelle und passen in der Folge ihre Organisationsstruktur und Rollenprofile an. Die ursprünglich pyramidenartige Organisationsstruktur auf dem Rechtsmarkt hat sich zu einer – nunmehr KI-modifizierten – Rechtsmarkt-Rakete entwickelt.

Wirtschaftskanzleien werden dabei leaner und dynamischer. Die Basis ist eine prozessorientierte Business-Plattform und ein agiles Business Professional Team. Schmaler wird indes der Senioritätsstreckenkanal für klassische Berufsträger: Legal Connectors (interdisziplinäre Rollenprofile auf dem Rechtsmarkt, z.B. Legal Engineers oder Legal Innovation Manager) und Technologie sind die Booster und unterstützen Berufsträger bei der Leistungserbringung. Damit ändert sich auch das juristische Hiring: Weg vom Gießkannenprinzip wird es spezifischer und erlaubt weniger Verluste auf dem Weg in die Partnerschaft. Bei „Qualität statt Quantität“ wird Personalbindung zunehmend bedeutender.

3. Wachsende Bedeutung von Legal Connectors

Legal Connectors stellen mit ihrem interdisziplinären Rollenzuschnitt und im Wege von Arbeitsteilung die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Rechtsorganisationen sicher. Die Studienergebnisse zeigen, dass insbesondere größere Rechtsorganisationen Legal Connectors beschäftigen – letztlich auch eine Finanzfrage. In großen Kanzleien sind insbesondere Legal Tech Specialists und Softwareentwickler:innen gefragt, wobei Legal Data Analysts und Legal Change Manager verstärkt in das Hiring-Radar geraten. Insbesondere Letztere zeigen eindrucksvoll, dass KI-Adaption nicht nur Tech-, sondern auch Organisations- und Kulturthema in Kanzleien ist. Wermutstropfen sind ein Stück weit die eigene Einbindung und Karriereperspektiven von Legal Connectors. Wenn Interviewergebnisse zeigen, dass Legal Connectors zwar häufig Träger des so wichtigen Schnittstellenwissens sind, sich auf dem Peak (!) ihrer Karriere aktuell allerdings auf einem Gehaltsniveau wie First Year Associates befinden, müssen sich Rechtsorganisationen die Frage stellen, welche Karrierepfade für Legal Connectors bestehen und wie eine langfristige Bindung an die eigene Rechtsorganisation erfolgen kann.

4. Vom Schutzschild zum Navigator – Rollen von Rechtsabteilungen ändern sich

Früher war die Rechtsabteilung anlassbezogener Schutzschild mit Jurist:innen als Engpass. Durch KI-automatisierte Routineprozesse im Hintergrund ändert sich die Rolle: Inhouse-Jurist:innen sind die Navigatoren in unsicheren Zeiten, die dank technischer Monitoring- und Risikosysteme frühzeitig strategisch eingreifen können. Für Kanzleien stellt sich damit verbunden die Frage, welche Tätigkeiten zukünftig zunehmend inhouse erledigt werden und welche Auswirkungen dies auf das eigene Geschäft hat.

5. Mindset- und Marktspezifika der Rechtsbranche als Adaptions-Herausforderung

Nach den Studienergebnissen liegen die größten (inhaltlichen) Herausforderungen von Technologie im Rechtskontext in der Qualität von Tools, fehlender Technologiekompetenz sowie Compliance-Anforderungen.

Damit verbunden sind vier strukturelle Hürden des Rechtsmarkts bei der erfolgreichen KI-Adaption: nicht dürfen, nicht wissen, nicht müssen und nicht wollen. Hinsichtlich „Nicht dürfen“ ist der Rechtsbereich berufsrechtlich besonders sensibel und erschwert daher Trial-and-Error-Mechanismen. Regulatory Sandboxes könnten hier ein Instrument innovativer Regulierungsausgestaltung und regulatorischen Lernens sein. Der Bereich „Nicht wissen“ geht eng einher mit fehlender Technologiekompetenz – für 65 % der Mitarbeitenden in Kanzleien und Rechtsabteilungen stellt fehlende Technologiekompetenz eine zentrale Hürde dar. „Nicht müssen“ beschreibt ein Phänomen, dass kleine Einheiten noch keine unmittelbaren Effekte Künstlicher Intelligenz auf ihre Pricing-Strukturen sehen – die Frage ist nur: Wie lange bleibt dies noch so? „Nicht wollen“ ist indes ein Change-Management-Thema. Hier gilt es, Sorgen, Nöte und Ängste im Zusammenhang mit dem Thema KI und möglichen Verschiebungen der eigenen Rollenprofile zu adressieren, was Führungsaufgabe ist.

6. Verfestigung einer Zweiklassengesellschaft auf dem Rechtsmarkt

Schließlich zeigen die Studienergebnisse, dass KI im Rechtsbereich die Zweiklassengesellschaft auf dem Rechtsmarkt verfestigt. Große Kanzleien nutzen KI-Tools signifikant intensiver als kleinere. Ferner haben große Kanzleien zu einem signifikant höheren Anteil eine KI-Strategie für ihre Rechtsorganisation und nutzen – wenngleich ebenfalls noch auf einem geringen Niveau – KPIs zur Messung des KI-Einsatzes. Schließlich profitieren große Kanzleien durch Legal Connectors von interdisziplinären Teams und Inhouse-Lösungen, während kleinere Einheiten auf die Implementierung günstiger Off-the-Shelf Produkte angewiesen sind.

-> STUDIEN-DOWNLOAD: Die vollständige Studie „Legal Market Economics“ kann unter buceri.us/legal-market-economics kostenfrei heruntergeladen werden.

Autor: Dr. Florian Skupin, M.A. ist Executive Director Legal Technology an der Bucerius Law School, leitet den Bucerius Legal Innovation Hub und ist zugelassener Rechtsanwalt. Er verantwortet die Studie „Legal Market Economics“.

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Innenausschuss informiert sich in Österreich und in der Schweiz

Der Innenausschuss unternimmt vom 1. bis 5. Juni 2026 eine Delegationsreise nach Österreich und in die Schweiz. Die Delegation besteht aus den Abgeordneten Josef Oster (CDU/CSU, Leitung), Tijen Ataoğlu (CDU/CSU), Steffen Janich (AfD), Rasha Nasr (SPD), Lukas Benner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Jan Köstering (Die Linke). Im Mittelpunkt der Reise stehen die Bereiche Zivil- und Katastrophenschutz sowie Migration, die fortlaufend Gegenstand der Beratungen des Innenausschusses sind. Beide Themenfelder sind durch grenzüberschreitende Herausforderungen geprägt und erfordern eine enge internationale Zusammenarbeit sowie den Austausch über bewährte Verfahren. Österreich und die Schweiz verfügen über etablierte und teils unterschiedlich organisierte Systeme im Zivil- und Katastrophenschutz. Aufgrund ihrer Nichtzugehörigkeit zum Verteidigungsbündnis NATO verfügen beide Länder im Bereich der Zivilverteidigung über eigenständige Konzepte. Im Bereich Migration bieten beide Länder ebenfalls relevante Vergleichsperspektiven, insbesondere hinsichtlich Steuerung, Integration, Rückführung sowie der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen staatlichen Ebenen. Beide Länder sind aufgrund ihrer geografischen Lage wichtige Ziel- und Transitstaaten innerhalb Europas und sehen sich wie Deutschland mit Fragen der Steuerung von Migrationsbewegungen, der Sicherung von Außengrenzen sowie der Aufnahme und Integration von Schutzsuchenden konfrontiert. Insbesondere die aktuelle Diskussion über die Umsetzung der am 12. Juni 2026 in Kraft tretenden Regelungen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) sowie der am 20. Mai 2026 von der Bundesregierung beschlossene „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ unterstreichen die politische Relevanz des vorgesehenen Austauschs. Die Delegation beginnt ihre Reise mit dem Besuch der Messe INTERSCHUTZ in Hannover, die einen Fokus auf die Zeitenwende im Bevölkerungsschutz wirft, um sich dort mit Vertretern verschiedener Zivilschutzorganisationen auszutauschen. In Wien stehen Gespräche mit Abgeordneten des österreichischen Nationalrats, Vertretern des österreichischen Innenministeriums sowie Vertretern verschiedener Organisationen für den Bevölkerungsschutz auf dem Programm. In der Schweiz wird die Delegation in Bern und Genf Gespräche mit Mitgliedern der Schweizer Bundesversammlung, des Bundesamts für Bevölkerungsschutz sowie Vertretern verschiedener Institutionen der Vereinten Nationen führen. Der Delegationsbesuch und die in diesem Rahmen beabsichtigten Gespräche sollen dazu dienen, den fachlichen Austausch weiter zu verfolgen und die jeweiligen Reformüberlegungen und Herausforderungen konstruktiv politisch zu begleiten.

AfD fragt nach Ausbreitung der Nonnengans

Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit/KleineAnfrage Die AfD-Fraktion thematisiert in einer Kleinen Anfrage die Ausbreitung der Nonnengans in Deutschland.

Eingliederungshilfe und psychotherapeutische Versorgung

Petitionen/Ausschuss Der Petitionsausschuss berät öffentlich Eingaben zur Sicherstellung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung sowie zu Kürzungen bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung.