Aktuelle Nachrichten

SED-Opferbeauftragte: Ombudsperson für Verfolgte in der DDR

Die Verfolgung Hunderttausender Regimegegner in der DDR wirkt bis heute nach. Die Opfer der SED-Diktatur und der kommunistischen Gewaltherrschaft finden beim Deutschen Bundestag Unterstützung. 2021 wurde die Stelle der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur eingerichtet. Ihre Aufgabe ist es, als Ombudsperson zu wirken zwischen den Anliegen der Opfer in der Sowjetischen Besatzungszone und während der SED-Diktatur einerseits und der Politik andererseits. "Es ist eine gesamtdeutsche Aufgabe, den Menschen, die in der SED-Diktatur und der Sowjetischen Besatzungszone Unrecht erfahren haben, Widerstand geleistet haben, viel Risiko und Mut auf sich genommen haben, diesen Menschen auch durch diese Stelle eine Würdigung zu verleihen", sagt Evelyn Zupke, die das Amt seit 2021 bekleidet und in diesem Jahr für eine zweite fünfjährige Amtszeit gewählt wurde, im Video. Die SED-Opferbeauftragte in der Ausübung ihres Amtes unabhängig und dem Bundestag direkt unterstellt. Etwa die Hälfte der Opfer ist armutsgefährdet Zupke geht davon aus, dass zwischen 250.000 und 350.000 Menschen damals in politischer Haft gewesen sind. Hinzu kommt eine Gruppe von etwa 136.000 Kindern und Jugendlichen, die in Jugendwerkhöfen und anderen Spezialkinderheimen eingesperrt wurden. Etwa die Hälfte der vom SED-Unrecht betroffenen Menschen lebt aktuellen Studien zufolge an der Grenze zur Armutsgefährdung. "Das ist ein starker Auftrag für mich gewesen von Anbeginn, zu sagen, das können wir nicht hinnehmen als gesamtdeutsche Gesellschaft", sagt Zupke. Auch junge Menschen spricht die SED-Opferbeauftragte gezielt an. Ihre Erfahrung mit jungen Leuten sei, erzählt Zupke im Video, dass diese nachdenklich und aufmerksam werden, wenn sie sich der Thematik annähern. Die meisten von ihnen hätten keine Erfahrungen mit Gewalt und Diktatur gemacht. Ihnen will sie als Wert vermitteln, dass das Leben in einer freien Demokratie nicht selbstverständlich ist und im Zweifelsfall auch wieder erkämpft werden muss. (vom/06.08.2026)

OVG gibt Sicherheitsbehörde Recht: Kunstwerk weg, Anspruch weg

LTO Nachrichten - 05.08.2026

Entsprechend dem Polizeirecht haben Behörden die Holzstele aus einem Kreativprojekt vernichtet. Die Künstler wollten danach wenigstens die Überreste des ihrer Arbeit haben, doch dafür sah das OVG Berlin-Brandenburg keine Rechtsgrundlage.

Anwaltschaft im Selbstporträt

beck-aktuell - 05.08.2026
Anwaltschaft im Selbstporträt beck-aktuell_Bild-Text-Post_1200x630_Master_01 (40).jpg henriette_garbade Mi., 05.08.2026 - 15:46 Wie familienfreundlich ist der Anwaltsberuf, wie tragfähig die Kanzleipflicht, wie tauglich das Erfolgshonorar? Die BRAK will Zahlen dazu – und ruft bis zum 2. September zur Teilnahme an der STAR-Umfrage 2026 auf. Recht allgemein

Kein Markenschutz für "420"

beck-aktuell - 05.08.2026
Kein Markenschutz für "420" Cannabisprodukte timothy_heinle Mi., 05.08.2026 - 15:32 Laut dem BPatG kann "420" für Produkte im Zusammenhang mit Cannabis nicht als Marke herhalten. Als internationaler Szene-Code fürs Kiffen habe die Zahl nur beschreibende Wirkung und damit keine Unterscheidungskraft. Markenrecht

Sechs Millionen Leser – und der nächste Mord ist schon fertig

beck-aktuell - 05.08.2026
Sechs Millionen Leser – und der nächste Mord ist schon fertig Arno Strobel henriette_garbade Mi., 05.08.2026 - 14:42 Arno Strobel schreibt einen Psychothriller nach dem anderen. Fast 40 Bücher und sechs Millionen verkaufte Exemplare sind es schon. Jetzt verrät er, was für ihn der perfekte Mord ist. Recht allgemein

Biodiversitätsziele: Ausbau von Artenhilfsprogrammen geplant

Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Antwort Als Beitrag zur Erreichung der globalen Biodiversitätsziele plant die Bundesregierung laut einer Antwort auf Anfrage der Grünen-Fraktion, die nationalen Artenhilfsprogramme weiter auszubauen.

Organisation der Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen

Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung/Antwort Die Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen ist eine interdisziplinäre Forschungsinitiative, antwortet die Regierung auf Linken-Anfrage. Zentrales Expertengremium ist der Steuerungskreis.

Grüne thematisieren Anschlag auf den Berliner CSD

Inneres/KleineAnfrage Die Grünen machen den Anschlag auf den CSD in Berlin und das Handeln der beteiligten Behörden zum Thema einer Kleinen Anfrage.

Keine Daten zum Anwerben ausländischer Studierender

Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung/Antwort Die Bundesregierung erhebt keine Daten darüber, wie viele Personen aus Nicht-EU-Staaten über Vermittlungsagenturen ein Studium in Deutschland aufgenommen haben. Dies antwortet sie auf AfD-Anfrage.

Mehr Plasmaspenden, aber weniger Vollblutspenden

Gesundheit/Antwort Die Blutplasmaspenden entwickeln sich nach Angaben der Bundesregierung positiv.

Bundesregierung zu Flächenkäufen für Naturschutz

Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Antwort Die Bundesregierung hat laut einer Regierungsantwort auf AfD-Anfrage seit Anfang 2025 zehn Flächenkäufe von Naturschutzorganisationen und -stiftungen mit Haushaltsmitteln unterstützt.

Hanseatisches Oberlandesgericht: Haftstrafen im Prozess gegen "Letzte Verteidigungswelle"

LTO Nachrichten - 05.08.2026

Seit März standen in Hamburg mutmaßliche Mitglieder der rechten Terrorgruppe "Letzte Verteidigungswelle" vor Gericht. Weil sie so jung sind, war die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Nun hat das Hanseatische OLG Haftstrafen verhängt.

Mann soll Pudel "Buddy" seiner Freundin erhängt haben

beck-aktuell - 05.08.2026
Mann soll Pudel "Buddy" seiner Freundin erhängt haben fallback_fallback_quader_11.jpg henriette_garbade Mi., 05.08.2026 - 14:15 Ein 38-Jähriger muss sich vor dem AG Flensburg verantworten, weil er den Hund seiner Freundin getötet haben soll. Der Fall sorgte für große Anteilnahme in der Stadt. Strafrecht

Wer hat Angst vor der KI?

beck-aktuell - 05.08.2026
Wer hat Angst vor der KI? Kind-Verstecken.jpg maximilian_amos Mi., 05.08.2026 - 14:08 Der Bundesrat fordert die Regierung auf, sich Möglichkeiten zum Schutz der Justiz vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz zu überlegen. Will man die neue Technik also lieber verbannen, statt sie selbst einzusetzen? Recht allgemein Dr. Maximilian Amos

Debatte ums Jugendstrafrecht: Kommt die Reform früher als geplant?

LTO Nachrichten - 05.08.2026

Eine vom BMJV in Auftrag gegebene Studie soll bis 2028 herausfinden, ob bei Heranwachsenden nur noch im Ausnahmefall das Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen soll. Nach dem CSD-Anschlag wächst der Druck. Kommt die Reform deshalb früher?

Novelle des Nachrichtendienstrechts

beck-aktuell - 05.08.2026
Novelle des Nachrichtendienstrechts BND.jpeg michael_dollmann Mi., 05.08.2026 - 13:47 Markus Ogorek ordnet in seinem Editorial die geplanten Reformen des Nachrichtendienstrechts ein. Der Referentenentwurf beruhe auf realen Nöten durch die hybride Kriegsführung Russlands und versuche Konflikte mit Karlsruhe möglichst zu vermeiden. sonst. besonderes Verwaltungsrecht

Bis zu fünf Jahre Haft für rechte Terrorzelle

beck-aktuell - 05.08.2026
Bis zu fünf Jahre Haft für rechte Terrorzelle letzte_Verteidigungswelle_2026.jpg henriette_garbade Mi., 05.08.2026 - 13:43 Hakenkreuze, Kugelbomben, brennende Unterkünfte – und Täter, die teils noch zur Schule gingen: Das OLG Hamburg hat Mitglieder der rechtsextremen Gruppe "Letzte Verteidigungswelle" zu Haftstrafen zwischen anderthalb und fünf Jahren verurteilt. Strafrecht

Neues Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung

beck-aktuell - 05.08.2026
Neues Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung beck-aktuell_Bild-Text-Post_1200x630_Master_01 (38).jpg henriette_garbade Mi., 05.08.2026 - 13:16 Drei Behörden, ein neues Dach: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) will BfR, MRI und BZfE zu einem Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung zusammenlegen. 2029 soll es starten – ein Errichtungsgesetz muss noch her. Recht allgemein

Durchs Fenster geheiratet

beck-aktuell - 05.08.2026
Durchs Fenster geheiratet Somalische Botschaft timothy_heinle Mi., 05.08.2026 - 13:16 Weil sie Angst vor aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen hatte, blieb eine Somalierin vor der Botschaft, während ihr Verlobter mit dem Konsularbeamten hineinging. Die Trauung fand durchs offene Fenster statt – und ist wirksam, entschied das OLG Bamberg. Familienrecht Recht mit Auslandsberührung