Aktuelle Nachrichten

Gesetzentwurf zur Senkung der Energiesteuer

Finanzen/Gesetzentwurf Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben einen Gesetzentwurf für eine befristete Senkung der Energiesteuersätze für Diesel und Benzin um 14,04 Cent je Liter eingebracht

AfD fordert Maßnahmen zum Schutz der Wissenschaftsfreiheit

Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung/Antrag In einem Antrag fordert die AfD-Fraktion die Bundesregierung auf, sich stärker für den Schutz der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit an deutschen Universitäten und Hochschulen einzusetzen.

Grüne fordern Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen

Verkehr/Gesetzentwurf Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Einführung einer allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h im Straßenverkehr.

916 Millionen Euro für Sanierung von Sportstätten

Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen/Antwort Rund 916 Millionen Euro stehen in diesem Jahr für die Sanierung von Sportstätten zur Verfügung, berichtet die Bundesregierung in der Antwort auf eine AfD-Anfrage.

Industrie kritisiert Umsetzung der geänderten IED-Richtlinie

Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf „zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 zur Änderung der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen“ (geänderte IED-Richtlinie, 21/4786) trifft bei Industrievertretern auf deutliche Ablehnung. Hauptkritikpunkt war bei einer öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses am Mittwoch, 15. April 2026, der Verzicht auf in der EU-Vorgabe ermöglichte Ausnahmeregelungen, was aus Sicht der Sachverständigen zu Wettbewerbsnachteilen für deutsche Unternehmen führe. Umweltschutzorganisationen hingegen begrüßten den Entwurf und warnten vor einer Abschwächung der Regelung. Ziel des Entwurfes ist es laut Bundesregierung, die Umweltleistung industrieller Anlagen zu verbessern. Betreiber sollen unter anderem verpflichtet werden, bis spätestens 2026 ein Umweltmanagementsystem einzuführen. Darüber hinaus sind höhere Anforderungen bei der Umsetzung von Schlussfolgerungen von sogenannten Beste-Verfügbaren-Techniken (BVT) vorgesehen. "Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Standortes Deutschland" Der Entwurf sei angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage und steigender Insolvenzen „aus der Zeit gefallen“, befand Verena A. Wolf vom Verband der Chemischen Industrie (VCI). Man bekomme ein sehr kleinteiliges Genehmigungsmanagement mit vielen neuen inhaltlichen Anforderungen für die Herstellung von Produkten, „die wir alle brauchen und die wir hier in Deutschland herstellen sollten“. Wolf appellierte an die Abgeordneten: „Überlegen Sie sich nochmal, ob wir wirklich jetzt in dieser Situation diese Richtlinie in der vorliegenden Form umsetzen sollen“. Sie plädierte für die Aussetzung der Umsetzung und für ein gemeinsames Review auf europäischer Ebene. Ansonsten riskiere man den Verlust „weiterer guter Arbeitsplätze“. Die Rechtsanwältin Prof Dr. Andrea Versteyl, die als Beraterin von Industriebetrieben in Genehmigungsverfahren aktiv ist, kritisierte, dass es keine vollständige 1:1-Umsetzung, sondern ein „Gold-Plating“ gebe. Letzteres liege auch dann vor, wenn von Abweichungen oder Öffnungsklauseln in der Richtlinie kein Gebrauch gemacht wird. Auf die damit verbundene Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Standortes Deutschland habe auch der Bundesrat hingewiesen, sagte sie. Versteyl verwies darauf, dass die IED-Änderungsrichtlinie aktuell seitens der EU selbst überarbeitet werde und sprach sich dafür aus, auf den sogenannten EU-Umwelt-Omnibus zu warten. Warnung vor mehr Bürokratie Eine deutliche Nachbesserung des Entwurfes forderte auch Holger Lösch vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). In der aktuellen Fassung führe er zu mehr Bürokratie und zusätzlichen Kosten für die Unternehmen, „während die deutsche Industrie in einer ihrer schwersten Krisen steckt“. Im besagten EU-Umwelt-Omnibus gebe es schon wichtige Erleichterungen für die Unternehmen, so Lösch. Diese sollten seiner Auffassung nach in die nationale Umsetzung einfließen, was nicht ausreichend geschehen sei. Außerdem brauche es eine schlankere und unbürokratischere Umsetzung der IED-Richtlinie. „Wir müssen alle europarechtlich gegebenen Spielräume nutzen“, forderte er. Angesichts von Stellenabbau, der Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland und der hohen Kosten für die Transformation komme die Regelung zur Unzeit, befand Dr. Puya Raad von der Thyssenkrupp Steel Europe AG. Die von der Bundesregierung im Rahmen des Artikelgesetzes vorgelegten Vorschriften seien daher an einigen Stellen im parlamentarischen Verfahren zwingend zu ändern, um für Betreiber und Vollzugsbehörden eine praxistaugliche und rechtssichere Anwendung zu ermöglichen und durch eine 1:1-Umsetzung unnötige zusätzliche Bürokratie zu vermeiden. Raad warb dafür, die Vereinfachungen aus dem Umwelt-Omnibusverfahren „in Gänze zu berücksichtigen“. "Verwaltungsaufwand verringern" Erheblichen Anpassungsbedarf erkannte auch Dr. Martin Ruhrberg vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Insbesondere gelte das bei den neuen wasserrechtlichen Bestimmungen, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und eine schlanke bürokratiearme Umsetzung zu erreichen, um so den Erfüllungsaufwand für Betreiber und Behörden weiter zu verringern und nicht auszuweiten. Ruhrberg forderte, die Umsetzung der sich aus der novellierten IED ergebenen neuen Betreiberpflichten im Sinne einer 1:1-Umsetzung durchgängig auf IED-Anlagen zu beschränken. Es sollten aus seiner Sicht alle Möglichkeiten zur Verringerung des Verwaltungsaufwandes für Behörden und Betreiber genutzt und die Ausnahmetatbestände der Richtlinie umgesetzt werden. Kritik an Abschwächungen des Ambitionsniveaus Dr. Cornelia Nicklas von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) kritisierte die aktuellen Diskussionen über mögliche Abschwächungen des Ambitionsniveaus der IED im Zuge des Umwelt-Omnibusverfahrens auf europäischer Ebene. Überlegungen und Forderungen dahingehend, die Implementation der geltenden IED bis zum 1. Juli 2026 in nationales Recht auszusetzen, sowie die Inhalte der Richtlinie auf europäischer Ebene oder vorweggenommen auf nationaler Ebene abzuschwächen, „haben aus unserer Sicht keine Berechtigung“, sagte die DUH-Vertreterin. Die der IED unterfallenden Industrieanlagen in Deutschland seien schließlich für etwa fünf Prozent der Schadstoffemissionen und zehn Prozent der Treibhausgasemissionen in der EU sowie jährliche Gesundheits- und Umweltkosten in Höhe von rund 69 bis 108 Milliarden Euro verantwortlich. Selin Esen von der Umweltrechtsorganisation ClientEarth verwies darauf, dass sich die Emissionsgrenzwerte für die Anlagen schon seit 2010 verbindlich an einer Bandbreite orientieren müssten, „die beschreibt, was technisch und wirtschaftlich möglich und vertretbar ist“. Diese Bandbreiten ergäben sich aus technischen Beratungen von Industrievertretern, EU-Mitgliedstaaten und NGOs. In der Praxis habe sich jedoch das Problem ergeben, so Esen, „dass Emissionsgrenzwerte oft am oberen Ende der Bandbreite festgelegt werden“. Dieser Wert sei aber bis zu zehnmal höher als der untere Wert. Genau hier setze die Industrieemissionsrichtlinie von 2024 an und fordere eine Orientierung am strengsten Wert. Gleichzeitig gebe es Flexibilität für die Betreiber und sehr lange Übergangsfristen. Laut Esen ist es „höchste Zeit, dass Industrieanlagen die strengst möglichen Emissionsgrenzwerte einhalten“. Das werde durch den Gesetzentwurf umgesetzt. (hau/15.04.2026)

Anhörung zur Industrieemissionsrichtlinie

Die Bundesregierung will die geänderte EU-Industrieemissionsrichtlinie (IED) in deutsches Recht umsetzen. Mit dem Gesetzentwurf "zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 zur Änderung der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen" (21/4786) hat sich der Umweltausschuss am Mittwoch, 15. April 2026, in einer öffentlichen Anhörung befasst. Ziel ist es laut Entwurf, die Umweltleistung industrieller Anlagen zu verbessern. Betreiber sollen unter anderem verpflichtet werden, bis spätestens 2026 ein Umweltmanagementsystem einzuführen. (15.04.2026)

EPBC Act Reforms: Understanding Australia’s most significant environmental law changes in 25 years

Norton Rose Fulbright - 15.04.2026
1 CPD unit | Following the introduction of a package of reform bills to Parliament on 30 October, Australia stands at a pivotal moment for environmental law. The proposed reforms to the EPBC Act represent the most ambitious reform of federal environmental law in a quarter of a century.

TOP 4 Boykottmaßnahmen durch Nichtregierungsorganisationen

68. Sitzung vom 26.03.2026, TOP 4: Boykottmaßnahmen durch Nichtregierungsorganisationen

Protecting genetic information is no joke: Australian Parliament bans use of genetic test results in life insurance

Norton Rose Fulbright - 15.04.2026
On 1 April 2026, an inauspicious date given the gravity of the subject matter, the Australian Parliament passed the Treasury Laws Amendment (Genetic Testing Protections in Life Insurance and Other Measures) Act 2026 (the Act).

Procedural fairness: The cornerstone of trauma-informed workplace investigations

Norton Rose Fulbright - 15.04.2026
Procedural fairness and trauma‑informed practice are complementary approaches to investigations.

Employers' duty to exercise due diligence and respect prospective employees' existing contracts: A review of the judgment in suit no. NICN/LA/601/2018 – <em>Overland Airways Ltd v Wasiu Durojaiye Hussain & Dornier Aviation</em>

Dentons Insights - 15.04.2026

Nigeria: In today’s high-stakes corporate environment, talent acquisition has been a predominant focus for companies and employers seeking to gain a competitive advantage. Organisations routinely invest significant resources in training and developing employees as skilled talent is both an asset and a strategic advantage for an employer.

A Narrowing Path to Institution: Domestic Industry Enters the Patent Office

Dentons Insights - 15.04.2026

On March 11, 2026, United States Patent and Trademark Office Director John A. Squires issued a memorandum adding a new domestic-industry factor to the reasons the Office may decline to institute an inter partes review (“IPR”) or post-grant review (“PGR.”)

Open Finance Framework in Colombia – Decree 0368 of 2026

Dentons Insights - 15.04.2026

Colombia: The Colombian Government issued Decree 0368 of 2026, amending Decree 2555 of 2010 regarding the open finance system. The decree establishes a mandatory framework for the access, sharing, and processing of personal data and financial information within the financial system.

Dentons Advances Coordinated Litigation Strategy for Yealink with Follow-On Victories in Patent Dispute

Dentons News - 15.04.2026

Following its jury trial victory in federal court less than five months ago, Dentons’ Intellectual Property and Technology team has secured significant follow‑on wins for Yealink Network Technology Co., Ltd., further narrowing the scope and posture of the patent dispute brought by global competitor Barco, Inc.

Fake and misleading reviews: the CMA signals an enforcement focus

Dentons Insights - 15.04.2026

United Kingdom: On 27 March 2026, the CMA launched investigations into a number of businesses across different sectors as part of its crackdown on false and misleading online consumer reviews.

Second charge lenders face FCA review – a second chance for consumer standards?

Dentons Insights - 15.04.2026

United Kingdom: In March 2026, the Financial Conduct Authority (FCA) published the outcome of its review of the activities of second charge mortgage lenders and intermediaries.

Episode 98: Navigating entrepreneurship and technology to redefine capital markets

Dentons Insights - 15.04.2026

Canada: Join Heather Barnhouse, Partner in our Edmonton office, as she explores women in leadership and entrepreneurship, and the ecosystem that supports them. In episode 97, Heather welcomes Rebecca Kacaba, co-founder and CEO of DealMaker, who shares her path from practicing securities law to building a digital capital-raising platform. Kacaba explains how DealMaker streamlines disclosure and diligence through templated, SEC-approved documents, supports raises from under $5M up to $75M, and sees repeat investments from engaged retail supporters. She discusses industries and founder traits that perform well, barriers to similar models in Canada, and the impact DealMaker has had ($2B transacted for 900+ businesses).