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Deutsche Börse Group und Allfunds Group unterzeichnen Vereinbarung über den Erwerb der Allfunds Group

Deutsche Börse (PM) - 21.01.2026
Die Deutsche Börse Group und Allfunds sind gemeinsam eine verbindliche Vereinbarung über die Bedingungen eines empfohlenen Erwerbs durch die Deutsche Börse Group eingegangen (die „Akquisition“).   Laut den Bedingungen der Akquisition wird jeder Allfunds-Aktionär berechtigt sein, 8,80 € je Allfunds-Aktie zu erhalten, die wie folgt gewährt werden:  6,00 € je Allfunds-Aktie in bar;   0,0122 neue Deutsche Börse Group-Aktien je Allfunds-Aktie, entsprechend 2,60 € je Allfunds-Aktie, berechnet auf Grundlage des volumengewichteten Durchschnittskurses von 213,40 € je Deutsche Börse Group-Aktie für den Zehn-Tages-Zeitraum, der am 26. November 2025 endete; und   eine zulässige Bardividende von bis zu 0,20 € je Allfunds-Aktie (ohne eigene Aktien) für das Geschäftsjahr 2025.  Darüber hinaus sind Allfunds-Aktionäre auch berechtigt, bestimmte weitere zulässige Dividenden in Bezug auf nachfolgende Berichtszeiträume zu erhalten.  Die im Rahmen der Akquisition zu zahlende Gegenleistung bewertet Allfunds mit etwa 5,3 Mrd. € und entspricht einer Prämie von 32,5 Prozent auf den Schlusskurs von 6,64 € je Allfunds-Aktie zum Handelsschluss am 26. November 2025 und einer Prämie von 40,3 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs von 6,27 € je Allfunds-Aktie für den Dreimonatszeitraum, der am 26. November 2025 endete.   Die Akquisition soll mittels eines gerichtlich genehmigten Scheme of Arrangement zwischen Allfunds und den Scheme-Aktionären gemäß Part 26 des UK Companies Act 2006 erfolgen. Hierfür ist die Zustimmung einer Mehrheit nach Köpfen, die mindestens 75 Prozent des Kapitals der bei der Gerichtsverhandlung persönlich oder durch Bevollmächtigte vertretenen und abstimmenden Scheme-Aktionäre repräsentiert, erforderlich.   Die Direktoren von Allfunds unterstützen die Akquisition einstimmig und beabsichtigen, einstimmig zu empfehlen, dass die Allfunds-Aktionäre für die Akquisition stimmen.  Die Deutsche Börse Group hat unwiderrufliche Verpflichtungserklärungen zur Unterstützung der Akquisition in Bezug auf insgesamt 292.376.083 Allfunds-Aktien erhalten, was rund 48,9 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals (ohne eigene Aktien) von Allfunds zum 20. Januar 2026 entspricht.  Die Deutsche Börse Group hat von LHC3 Limited und BNP Paribas unwiderrufliche Verpflichtungserklärungen erhalten, in der Gerichtsverhandlung sowie hinsichtlich der auf der Hauptversammlung von Allfunds zu fassenden Beschlüsse für das Scheme zu stimmen. Diese halten  jeweils 215.907.812 und 76.441.271 Allfunds-Aktien, entsprechend rund   jeweils 36,1 Prozent und 12,8 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals (ohne eigene Aktien) von Allfunds zum 20. Januar 2026.   Deutsche Börse Group hat zudem von allen Direktoren von Allfunds, die zusammen 27.000 Allfunds-Aktien halten (oder, die zum oder vor Datum des Inkrafttretens halten werden), entsprechend rund 0,005 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals (ohne eigene Aktien) von Allfunds zum 20. Januar 2026, unwiderrufliche Verpflichtungserklärungen erhalten, in der Gerichtsverhandlung sowie hinsichtlich der auf der Hauptversammlung von Allfunds zu fassenden Beschlüsse für das Scheme zu stimmen.  Die Akquisition bietet eine äußerst überzeugende Gelegenheit, einen wirklich globalen Weltklasse-Anbieter von Fondsdienstleistungen zu schaffen, der die sich ergänzenden globalen Präsenzen der Gruppen mit der Vertriebsstärke von Allfunds und den Verwahrungs- und Abwicklungskapazitäten des Segments Clearstream Fund Services der Deutsche Börse Group kombiniert.  Allfunds und die Deutsche Börse Group ergänzen sich hervorragend in Bezug auf Produktpalette, Kundenstamm, Partner und Kernmärkte. Die kombinierte Gruppe ist ideal positioniert, um von einer Reihe robuster struktureller Wachstumstrends zu profitieren und sich in einer sich wandelnden Branche hervorzuheben.  Die Kombination beider Gruppen und ihre strategische Logik stehen auch im Einklang mit den Interessen Europas und der Savings- and Investments Union (SIU). Sie stärkt die Nachfrageseite der Kapitalmärkte, indem sie Endanleger auf effiziente und einfache Weise näher an Investmentfondsprodukte heranführt und eine größere Auswahl an Produkten ermöglicht. Die Akquisition dürfte der europäischen Investmentfondsbranche erhebliche Vorteile bringen und eine harmonisierte Plattform mit globaler Reichweite schaffen, die besser geeignet ist, Privatanleger bei der Anlage ihrer Ersparnisse in produktive Kapitalanlagen wie Investmentfonds zu unterstützen.  Nach der Akquisition wird die kombinierte Gruppe von einer größeren geografischen Präsenz, einer verstärkten Reichweite und einer sich ergänzenden Produktpalette und Expertise profitieren. Dadurch wird ihre Fähigkeit gestärkt, Kunden entlang der gesamten Fondswertschöpfungskette zu bedienen, und das Wachstum beschleunigt.  Die beiden Unternehmen weisen zudem ein erhebliches Synergiepotenzial auf, das sich voraussichtlich auf die gesamte Wertschöpfungskette von Fonds auswirken wird, darunter Fondsvertrieb, Verwahrung, Abwicklung und andere Dienstleistungen wie Daten- und regulatorische Reportings. Dies ermöglicht es, Kunden erstklassige Dienstleistungen anzubieten und die Innovationsfähigkeit weiter zu steigern, insbesondere bei der Digitalisierung der Wertschöpfungskette in der Fondsbranche. Unterstützt von starken strukturellen Branchentrends sieht die Deutsche Börse Group mittel- bis langfristig Potenzial für zweistelliges Umsatzwachstum bei der kombinierten Gruppe.   Annabel Spring, CEO von Allfunds, sagte: „In den vergangenen 25 Jahren hat Allfunds den Zugang zu Investmentfonds weltweit demokratisiert und damit die Wealth-Management-Industrie geprägt. Wir haben uns zu einer führenden globalen Vertriebs- und Handelsplattform entwickelt, die Distributoren mit Fondspartnern in 66 Ländern verbindet. Die Kombination aus umfassender Expertise, herausragendem Kundenservice und Innovation – von alternativen Anlagen bis hin zu Blockchain – hat Allfunds zu dem gemacht, was es heute ist. Durch den Zusammenschluss mit der Deutsche Börse Group vereinen wir unsere komplementären geographischen Präsenzen und Kompetenzen und formen so ein internationales Top-Unternehmen mit globaler Reichweite und starken lokalen Beziehungen. Damit können wir unsere Distributoren und Fondspartner noch besser unterstützen und die Wealth-Management-Industrie voranbringen. Das Board von Allfunds ist überzeugt, dass das Angebot eine attraktive Möglichkeit für die Allfunds-Aktionäre bietet, den Wert ihrer Aktien zu realisieren, eine attraktive Prämie in bar und in Aktien zu erhalten und dadurch auch künftig von den Vorteilen des Zusammenschlusses zu profitieren.“  Dr. Stephan Leithner, CEO der Deutsche Börse Group, betonte: „Wir freuen uns sehr, die Übernahme von Allfunds bekannt zu geben, die deren Direktoren einstimmig zu empfehlen beabsichtigen und die von den beiden größten Aktionären unterstützt wird. Wir sind davon überzeugt, dass die Kombination der technischen Expertise und dem Unternehmergeist von Allfunds mit der Größe und den Fähigkeiten von Clearstream Fund Services als Teil der Deutsche Börse Group ein führendes Unternehmen in dieser Branche schaffen wird. Ein Unternehmen, das den Bedürfnissen seiner Kunden besser gerecht wird und die fortlaufende Entwicklung der Fondsbranche in Europa wie auch weltweit unterstützt. Die Akquisition ist der nächste Schritt in der Entwicklung der Deutsche Börse Group als europäischer Champion für kritische Finanzmarkt-Infrastruktur. Sie ist ein eindrucksvoller Beleg für unsere Strategie ‚Leading the Transformation’.”  Nach Analyse der potenziellen Vorteile der Akquisition auf Basis ihrer umfassenden Erfahrung im Fondsmarkt geht die Deutsche Börse Group davon aus, dass die kombinierte Gruppe jährliche Run-Rate-Kostensynergien vor Steuern von etwa 60 Mio. € erzielen kann, was etwa 15 Prozent der erwarteten kombinierten Kostenbasis von Allfunds und dem Segment Clearstream Fund Services der Deutsche Börse Group entspricht. Zusätzlich erwartet die Deutsche Börse Group jährliche laufende Einsparungen bei den Investitionsausgaben (Capex) in Höhe von etwa 30 Mio. €.  Diese Synergien werden in erster Linie durch die Umstellung auf ein gemeinsames Betriebsmodell für alle Kerndienstleistungen und eine optimierte Regulierungs- und IT-Struktur sowie Vereinfachungen zentraler Funktionen erzielt.   Die Deutsche Börse Group rechnet damit, bis Ende 2028 etwa 50 Prozent der gesamten Synergien auf jährlicher Run-Rate-Basis – einschließlich sowohl Kostensynergien als auch Einsparungen bei den Investitionsausgaben – zu realisieren.  Angesichts der überzeugenden finanziellen Logik der Transaktion wird erwartet, dass die Akquisition im ersten abgeschlossenen Jahr nach Vollzug inklusive der vollständigen jährlichen Synergien zu einer Steigerung der Cash Earnings per Share (Cash EPS) der Deutsche Börse Group im hohen einstelligen Prozentbereich führt, was im Einklang mit dem disziplinierten Ansatz der Deutsche Börse Group bei der Kapitalallokation steht und sämtliche ihrer wesentlichen finanziellen Kriterien für wertsteigernde M&A-Transaktionen erfüllt. Die Deutsche Börse Group erwartet, dass ihr langfristiges AA- Rating auf Gruppenebene nach dem Vollzug der Akquisition bestehen bleibt.    Die Deutsche Börse Group verfügt über vollständig zugesagte Finanzierungsmittel zur Erfüllung des Baranteils der Gegenleistung im Rahmen der Akquisition.  Die Deutsche Börse Group plant, das am 9. Dezember 2025 angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Februar 2026 zu starten, kurz nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für Q4 und das gesamte Geschäftsjahr 2025. Im Zeitraum bis Ende Juli 2026 werden Aktien im Wert von bis zu 500 Mio. € zurückgekauft.   Vorbehaltlich des Erhalts der erforderlichen behördlichen Genehmigungen wird ein Vollzug der Akquisition in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet.  Der vollständige Text der heutigen gemeinsamen Mitteilung der Deutsche Börse Group und der Allfunds Group im Zusammenhang mit der Akquisition ist unter www.deutsche-boerse.com/allfunds-offer zu finden.    ***      Medienkontakt:  Deutsche Börse Group  Ingrid M. Haas  +49 69 211 13217  ingrid.haas@deutsche-boerse.com  Patrick Kalbhenn +49 172 6199716 patrick.kalbhenn@deutsche-boerse.com Leticia Adam +49 162 2887570 Leticia.adam@deutsche-boerse.com Allfunds  Maria Erhardt + 34 675 927 716 maria.erhardt@allfunds.com  Über die Deutsche Börse Group  Als internationale Börsenorganisation und innovativer Marktinfrastrukturanbieter sorgt die Deutsche Börse Group für faire, transparente, zuverlässige und stabile Kapitalmärkte. Mit ihrem breiten Spektrum an Produkten, Dienstleistungen und Technologien organisiert die Gruppe sichere und effiziente Märkte für nachhaltige Volkswirtschaften.   Ihre Geschäftsbereiche decken die gesamte Prozesskette der Finanzmarkttransaktionen ab. Dazu gehören die Bereitstellung von Indizes, Daten, Software, SaaS und analytischen Lösungen sowie die Zulassung, der Handel und das Clearing. Darüber hinaus umfasst sie Dienstleistungen für Fonds, die Abwicklung und Verwahrung von Finanzinstrumenten sowie die Verwaltung von Sicherheiten und Liquidität. Als Technologieunternehmen entwickelt die Gruppe modernste IT-Lösungen und bietet IT-Systeme weltweit an.   Mit über 16.000 Mitarbeitern hat die Gruppe ihren Hauptsitz im Finanzzentrum Frankfurt/Rhein-Main und ist weltweit stark vertreten, unter anderem in Luxemburg, Prag, Cork, London, Kopenhagen, New York, Chicago, Hongkong, Singapur, Peking, Tokio und Sydney.  Über Allfunds   Allfunds ist eine weltweit führende Handels- und Vertriebsplattform in der Vermögensverwaltungsbranche. Allfunds zeichnet sich durch sein provisionsfreies Geschäftsmodell, sein breites Vertriebsnetzwerk sowie seine starken globalen und lokalen Ausführungskompetenzen und Dienstleistungen aus. Allfunds blickt auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück, und ist mit einem verwalteten Vermögen (AuA) von 1,7 Billionen Euro auf einem historischen Höchststand (Stand: 30. September 2025).  Allfunds verbindet nahtlos über 1.400 Fonds-Partner und mehr als 900 Distributoren in 66 Ländern. Allfunds kanalisiert Ersparnisse in Investitionen und bietet eine umfassende Produktpalette, darunter Investmentfonds, ETFs und alternative Anlagen auf einer skalierbaren Technologieplattform.  Allfunds verfügt über 17 Niederlassungen in wichtigen Finanzzentren auf vier Kontinenten, darunter Bogotá, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Miami, Mailand, Paris, Santiago, São Paulo, Shanghai, Singapur, Stockholm, Valencia, Warschau und Zürich. Als ein globales Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden zeichnet es sich durch ihre Unternehmenskultur aus, die von Innovation und Unternehmertum gekennzeichnet ist.      DISCLAIMER  Further detail relating to the Acquisition can be found in the joint announcement made by Allfunds Group and Deutsche Börse Group, a copy of which is available at www.deutsche-boerse.com/allfunds-offer (the “Joint Announcement”). The information provided in this press release is provided for summary purposes only and the Acquisition is subject to the terms, conditions and notices set out in the Joint Announcement. Readers are advised to read the Joint Announcement in full. 
Kategorien: Finanzen

Maskenkäufe: Fragerecht eines bayerischen Abgeordneten teilweise verletzt

beck-aktuell - 21.01.2026

Bayerns Staatsregierung hat einem SPD-Abgeordneten im Landtag Fragen zu coronabedingten Maskenkäufen teilweise unzureichend beantwortet. Der BayVerfGH beanstandete: Es fehlten Angaben zur Prüfung der Schutzwirkung und zu den in die Verhandlungen eingebundenen Regierungsmitgliedern.



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Strengere Regeln für Klagerecht der Umweltverbände

beck-aktuell - 21.01.2026

Keine aufschiebende Wirkung mehr und klare Fristen: Mit veränderten Regeln für Klagen will die Bundesregierung Planungssicherheit schaffen. Der Naturschutzbund warnt vor unumkehrbaren Schäden.



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Digital asset disputes: 2025 in review and what to expect in 2026

Norton Rose Fulbright - 21.01.2026
2025 marked a turning point for digital asset disputes worldwide, as courts and regulators across major jurisdictions grappled with the complexities of crypto and tokenized assets. From landmark legislation in the U.S. and the U.K. to evolving judicial approaches in Australia and Singapore, the past year saw significant strides in defining property rights, clarifying regulatory perimeters and testing traditional legal doctrines against new technologies.

Vorerst keine "nextbike"-Mieträder mehr auf Berlins Straßen

beck-aktuell - 21.01.2026

Es bleibt vorerst dabei: "nextbike" darf seine Mieträder in Berlin nicht mehr auf öffentlichem Straßenland anbieten. Hintergrund ist, dass dem Unternehmen eine entsprechende Sondernutzungserlaubnis fehlt.



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KG bestätigt LG Berlin II: Bushido gewinnt Millionen-Streit gegen Arafat Abou-Chaker

LTO Nachrichten - 21.01.2026

Seit Jahren streiten Bushido und sein Ex-Geschäftspartner vor Gericht, in Berlin geht es um "Manager"-Honorare. Abou-Chaker wollte eine sechsstellige Summe von dem Rapper – und muss nun seinerseits eine siebenstellige Summe an diesen zahlen.

Welche Rechte haben Fluggäste? EU ringt um Regeln

beck-aktuell - 21.01.2026

Das Flugzeug landet viel zu spät, aber immerhin gibt es dafür etwas Geld. Bleibt es bei den Regeln? Und haben Reisende künftig weitere Rechte, etwa beim Gepäck? Worum es gerade geht.



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Bushido gewinnt Millionen‑Streit gegen Ex‑Manager

beck-aktuell - 21.01.2026

Die Zeiten, in denen sie Seite an Seite im Rampenlicht standen, sind lange vorbei. Seit Jahren streiten Bushido und sein Ex-Geschäftspartner. In dieser Runde geht der Punkt an den Rapper.



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JPA Hessen am Limit: Spätere Klausurergebnisse, längere Anfahrten, Prüfungen auch samstags?

beck-aktuell - 21.01.2026

Für Februar/März 2026 hat das JPA Hessen 730 Teilnehmende zum ersten Examen zugelassen, knapp ein Drittel mehr als üblich. Die Organisation der Staatsprüfung stößt deswegen an ihre Grenzen. Die Prüflinge müssen sich auf diverse Einschränkungen einstellen.



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Europaparlament bringt Mercosur‑Deal vor Gerichtshof

beck-aktuell - 21.01.2026
Am Freihandelsabkommen der EU mit Mercosur‑Staaten gibt es viel Kritik. Das Europäische Parlament lässt den Deal jetzt vom EuGH prüfen.

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Parkschein abgelaufen: Parkplatzbetreiberin darf direkt abschleppen

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Wer auf einem privaten Parkplatz länger stehen bleibt als bezahlt, begeht verbotene Eigenmacht. Das stellt der BGH klar. Daher dürfe der Grundstückseigentümer das Fahrzeug ohne Zuwarten abschleppen – auch wenn zuvor ordnungsgemäß ein Parkschein gelöst wurde.



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BGH zu Besitzschutzansprüchen: Wer zu lange parkt, darf sofort abgeschleppt werden

LTO Nachrichten - 21.01.2026

Aus vier Euro für ein Parkticket werden 587,50 Euro fürs Abschleppen – doch die bekommt eine Autofahrerin vom Parkplatzbetreiber nicht zurück, so der BGH. Beim anonymen Massengeschäft gingen die Besitzschutzansprüche des Betreibers vor.

Trumps handverlesene US‑Staatsanwältin muss gehen

beck-aktuell - 21.01.2026

Ihre Ernennung war umstritten. Nun endet die kurze, aber turbulente Amtszeit einer Staatsanwältin und Trump‑Vertrauten, die Verfahren gegen politische Gegner des Präsidenten geführt hat.



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Kabinett bringt digitales Führungszeugnis auf den Weg

beck-aktuell - 21.01.2026

Wer ehrenamtlich Fußball‑Nachwuchs trainiert, braucht es, wer als Kaufhausdetektiv arbeitet auch: Das Führungszeugnis. Es soll künftig digital verfügbar sein.



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BVerwG bestätigt: Verhüllungsverbot beim Autofahren rechtmäßig

beck-aktuell - 21.01.2026

Ob Musliminnen am Steuer einen Niqab tragen dürfen, beschäftigt die Gerichte immer wieder. Jetzt hat das BVerwG entschieden: Das im Straßenverkehr nach § 23 Abs. 4 S. 1 StVO geltende Verhüllungsverbot ist verfassungsgemäß, insbesondere durch eine ausreichende Ermächtigung gedeckt.



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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – Bundestagspräsidentin Julia Klöckner lädt Holocaust-Überlebende Tova Friedman als Gastrednerin ein

Am kommenden Mittwoch, 28. Januar 2026, um 12.30 Uhr findet im Plenarsaal des Deutschen Bundestages die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Gastrednerin wird die Holocaust-Überlebende Tova Friedman sein. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hatte mit der in den USA lebenden Zeitzeugin Kontakt aufgenommen und sie als zentrale Gedenkrednerin für diesen Tag gewinnen können. Frau Friedman wurde am 7. September 1938 in Gdynia (Gdingen) nahe Danzig in Polen geboren. Im Alter von fünf Jahren wurde sie mit ihrer Mutter nach Auschwitz-Birkenau deportiert und überlebte vermutlich durch einen technischen Defekt der Gaskammern. Bei den Todesmärschen im Januar 1945 gelang es Tova Friedman, sich zwischen Leichen zu verstecken. Nach dem Krieg emigrierte die Familie in die USA, sie wurde dort eine erfolgreiche Therapeutin. Tova Friedman leistet bis heute eine besonders wertvolle Form der Erinnerungsarbeit: Sie betreibt gemeinsam mit ihrem Enkel einen TikTok-Kanal mit über 500.000 Followern, auf dem sie über den Holocaust informiert und sich regelmäßig Fragen von jungen Menschen stellt. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner: „Mir ist es wichtig, dass wir Zeitzeugen so lange wie möglich zu Wort kommen lassen und damit im Deutschen Bundestag Zeitzeugnisse für die Nachwelt schaffen. Frauen sind dabei bisher unterrepräsentiert, und mit Tova Friedman werden wir eine Gastrednerin haben, die für Mut und Versöhnung steht. Mit einer modernen Ansprache will sie das Grauen nicht verstummen lassen – sie hat sich entschieden, zu sprechen, so, wie es gerade junge Menschen verstehen. Mit ihrer Stimme gibt sie den Ermordeten ein Gesicht und uns die Verantwortung: zu erinnern, hinzuschauen, Menschlichkeit zu verteidigen und jüdisches Leben zu schützen – jeden Tag. Aus der Erinnerung folgt diese unmissverständliche Pflicht. Sie zu erfüllen ist heute drängender denn je. In einer Zeit, in der auch in Deutschland offener Antisemitismus sich Bahn bricht und sich Jüdinnen und Juden wieder die Frage stellen: bleiben oder gehen? Wir müssen das Versprechen, dass die Würde eines jeden Menschen unantastbar ist, einlösen.“ Hinweis: Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Dieses Datum fällt in diesem Jahr auf einen Dienstag. Üblicherweise findet die Gedenkstunde des Deutschen Bundestages in solchen Fällen dann am nächstmöglichen Plenartag, in diesem Fall am Mittwoch, 28. Januar 2026, statt. Auf folgende weitere Termine im Rahmen der Gedenkstunde möchten wir Sie gerne hinweisen: Ausstellungseröffnung Bereits am Dienstag, 27. Januar 2026, um 18 Uhr wird Bundestagspräsidentin Julia Klöckner die Ausstellung „An eine Zukunft glauben. Jüdische Biografien in der parlamentarischen Gründergeneration nach 1945 - eine dokumentarische Annäherung“ im Paul-Löbe-Haus eröffnen. Mit dieser Ausstellung erinnert der Deutsche Bundestag erstmalig an die Schicksale von Abgeordneten, die als Jüdinnen und Juden oder wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurden. Die Ausstellung fragt zugleich, wie in den beiden deutschen Staaten über Verfolgung, Schuld und Verantwortung gesprochen und wo geschwiegen wurde. Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung unter www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/1137364-1137364. Jugendbegegnung 2026 Im Rahmen der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag findet eine Podiumsdiskussion der Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages mit Tova Friedman und Vizepräsident Bodo Ramelow statt – am Mittwoch, 28. Januar 2026, um 14 Uhr im Jakob-Kaiser-Haus, Saal 1.302. Ausführliche Informationen zur diesjährigen Jugendbegegnung, die sich schwerpunktmäßig mit der Verfolgung von Frauen und Kindern im Nationalsozialismus befasst, finden Sie in unserer Pressemitteilung unter www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260114-jugendbegegnung-2026-1136470. Kampagne #WeRemember Der Deutsche Bundestag wird sich auch in diesem Jahr gemeinsam mit anderen nationalen Parlamenten der Europäischen Union sowie dem Europäischen Parlament an der Gedenkkampagne „#WeRemember“ des Jüdischen Weltkongresses und der UNESCO beteiligen. Vom 24. Januar bis 1. Februar 2026 wird ein beleuchteter #WeRemember-Schriftzug am Westportal auf den Treppen des Reichstagsgebäudes platziert und so die Beteiligung des Parlaments nach außen sichtbar gemacht. Ziel des Projekts ist es, das Andenken an die sechs Millionen jüdischen Opfer des Nationalsozialismus zu wahren und im digitalen Raum ein Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

Japans Ex-Präsident Shinzo Abe getötet: Attentäter muss lebenslang ins Gefängnis

LTO Nachrichten - 21.01.2026

2022 wurde der japanische Regierungschef vor laufenden Kameras bei einer Wahlveranstaltung erschossen. Die Tat löste weltweit Entsetzen aus. In der Nacht auf Mittwoch hat ein Gericht den Täter zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

BVerwG 7 B 3.25 - Beschluss

BVerwG Nachrichten - 21.01.2026
(Diese Entscheidung wird nur zur nicht gewerblichen Nutzung kostenfrei bereitgestellt (§11 Abs. 2 S.2 JVKostG))