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Stärkung des Schutzes vor digitaler Gewalt

Recht und Verbraucherschutz/Antwort Die geplante Gesetzesregelung zur "Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt" ist ein Thema der Regierungsantwort auf eine AfD-Anfrage.

Agentic First: Warum wir eine Kanzlei vom Request bis zum Produkt neu bauen

Legal Tech Verzeichnis - 04.06.2026

Wenn heute über Künstliche Intelligenz in der Rechtsbranche gesprochen wird, geht es fast immer um dasselbe: Wie bringen wir ein neues Werkzeug in eine bestehende Kanzlei? Welches Tool kaufen wir ein, welchen Workflow ergänzen wir, wo sparen wir ein paar Stunden? Das sind legitime Fragen, aber es sind die Fragen einer Welt, die KI als Zusatz begreift. Als etwas, das man oben aufsetzt, nachdem die eigentliche Maschine längst gebaut ist.

Wir bei Compound Law haben uns von Anfang an eine andere Frage gestellt: Wie würde eine Kanzlei aussehen, wenn man sie heute, mit den Werkzeugen von heute, von Grund auf neu denken würde? Nicht eine Kanzlei mit KI, sondern eine Kanzlei, deren Betriebssystem von der ersten Zeile an agentisch gedacht ist. Wir nennen dieses Prinzip Agentic First. Es ist kein Feature und kein Marketingbegriff, sondern die Art, wie bei uns juristische Arbeit entsteht.

Was „Agentic First“ wirklich bedeutet

Agentic First heißt für uns: Jeder Schritt unserer Arbeit ist von vornherein so gestaltet, dass KI-Agenten ihn ausführen, vorbereiten oder verbessern können, und der Mensch genau dort eingreift, wo seine Urteilskraft den größten Unterschied macht. Wir automatisieren nicht einzelne Aufgaben in einem ansonsten klassischen Kanzleibetrieb. Wir bauen den Betrieb selbst als ein System aus Menschen und Agenten, die ineinandergreifen.

Der Unterschied ist fundamental. Wer KI nachträglich in alte Prozesse einbaut, bekommt eine etwas schnellere Version des Alten. Wer von vornherein agentisch denkt, kann Dinge tun, die im alten Modell nicht vorgesehen waren: Wissen aus jedem Mandat strukturiert in das nächste tragen, wiederkehrende Muster nicht nur erkennen, sondern in eigene Werkzeuge gießen. Die Architektur entscheidet, was möglich ist, nicht das einzelne Tool.

Die Architektur: vom Eingang bis zum Output

Am greifbarsten wird das, wenn man unserem Weg folgt, den eine Mandantenanfrage bei uns nimmt.

Eingang. Jede Anfrage, ob Vertrag, Compliance-Frage oder arbeitsrechtliches Thema, läuft bei uns in eine strukturierte Aufnahme. Schon hier ordnet das System ein: Worum geht es, welche Dokumente hängen dran, welcher Kontext aus der bisherigen Zusammenarbeit ist relevant? Wir starten nicht bei null, sondern mit dem gesammelten Wissen über das Unternehmen, seine Branche und seine bisherigen Fälle.

Bearbeitung. Aus der Aufnahme heraus arbeiten Agenten die Anfrage vor: Sie recherchieren, ziehen einschlägige Normen und Präzedenzfälle heran, erstellen erste Entwürfe, prüfen Vertragsklauseln gegen unsere Standards. Was entsteht, ist kein fertiges Mandantenergebnis, sondern eine hochwertige Vorlage, auf der unsere Anwältinnen und Anwälte aufsetzen.

Loops. Hier liegt der eigentliche Kern. Zwischen Mensch und System läuft eine Schleife: Die juristische Prüfung korrigiert, schärft, verwirft, ergänzt, und jede dieser Korrekturen fließt zurück. Das Ergebnis wird nicht nur besser, das System lernt, warum es besser wird. Eine Klausel, die ein erfahrener General Counsel anders formuliert, ein Argument, das in der Recherche fehlte, ein Risiko, das übersehen wurde: All das wird nicht einmalig behoben, sondern in die Architektur zurückgespielt. Beim nächsten ähnlichen Fall ist es bereits Teil der Vorlage.

Automatisierung. Aus diesen Schleifen kristallisiert sich mit der Zeit heraus, was sich wirklich wiederholt, und genau das automatisieren wir, nicht spekulativ, sondern beweisgestützt durch bereits bearbeitete Fälle. Standardvorgänge, die früher jeden Anwalt Zeit kosteten, werden zu verlässlichen, geprüften Bausteinen. Die freigewordene Zeit fließt dorthin, wo sie zählt: in die schwierigen, strategischen, unternehmenskritischen Fragen.

Output und zurück. Das geprüfte Ergebnis geht an den Mandanten. Aber der Kreis schließt sich nicht beim Versand. Was wir gelernt haben, pushen wir zurück ins System: in die Vorlagen, in die Automatisierungen, in das Kontextwissen über den Mandanten. Jeder Fall macht den nächsten besser. Eine klassische Kanzlei wird mit jedem Mandat erfahrener in den Köpfen einzelner Anwälte. Wir werden mit jedem Mandat besser als Organisation.

Warum wir das können

Eine solche Architektur baut man nicht nebenbei. Sie verlangt, dass juristische Exzellenz und technologische Tiefe gleichberechtigt am selben Tisch sitzen, nicht als Dienstleister und Auftraggeber, sondern als Gründerteam.

Marko und Mohit bringen genau diese technologische DNA mit. Beide gehörten zur Frühphase von Trade Republic, einem der prägendsten europäischen Fintechs der letzten Jahre: Marko als erster Product Hire, Mohit als erster Engineering Lead. Sie wissen, wie man aus einer Idee ein Produkt baut, das Millionen Menschen verlässlich nutzen, und wie man Systeme entwirft, die mit dem Unternehmen skalieren, statt es zu bremsen. Komplexe, regulierte Prozesse in robuste Architektur zu übersetzen, das ist exakt das, was eine Kanzlei braucht, die mehr sein will als die Summe ihrer Stunden.

Auf der juristischen Seite steht die Erfahrung aus beiden Welten, die unsere Mandanten verbindet: erst die Schule einer der führenden deutschen Wirtschaftskanzleien, Gleiss Lutz, dann fünf Jahre als General Counsel in einem wachsenden Scale-up. Diese Doppelperspektive, die Präzision der Großkanzlei und der Pragmatismus der internen Rechtsabteilung, prägt, wie wir Recht denken. Wir kennen die kompromisslose Anforderung an Qualität und den Alltag eines Unternehmens, das nicht auf ein Gutachten warten kann, sondern Antworten braucht, um weiterzubauen.

Diese Mischung ist kein Zufall, sondern Voraussetzung. Ohne tiefes Tech-Verständnis bleibt KI in der Kanzlei ein eingekauftes Tool, das niemand wirklich beherrscht. Ohne tiefe juristische Erfahrung wird Automatisierung gefährlich. Wir bauen beides in dieselbe Organisation und denken die Kanzlei deshalb agentisch, statt sie nur digital zu lackieren.

Vom Service zum Produkt

Der vielleicht spannendste Effekt dieser Architektur zeigt sich dort, wo Beratung aufhört, ein einmaliger Service zu sein, und anfängt, ein Produkt zu werden.

Ein Beispiel aus unserer Arbeit mit einem Mandanten aus der Solarbranche. Wie viele schnell wachsende Unternehmen stand er vor einer Aufgabe, die einzeln juristisch nicht schwierig, in der Masse aber kaum beherrschbar war: das Management einer Vielzahl gleichgelagerter Ansprüche, Claim Management im besten Sinne. Jeder Fall folgte demselben Muster und verlangte dieselbe Sorgfalt; in Summe band das enorme Ressourcen.

Eine klassische Kanzlei hätte diese Fälle abgerechnet, Stunde um Stunde, Fall um Fall. Wir haben stattdessen genau das getan, wofür unsere Architektur gemacht ist: das wiederkehrende Muster erkannt, in den Loops geschärft und daraus ein maßgeschneidertes Werkzeug gebaut, das die Fälle strukturiert verarbeitet, und das wir dem Mandanten über ein Dashboard direkt zur Verfügung stellen. Er sieht nicht mehr nur unser Ergebnis, sondern den Stand jedes Vorgangs, kann steuern und behält den Überblick. Aus einer Dienstleistung ist eine Lösung geworden, die im Unternehmen lebt.

Das ist die logische Konsequenz von Agentic First: Wer juristische Arbeit als System begreift, kann aus Service an der richtigen Stelle ein Produkt machen: eine Komplettlösung aus Beratung und Werkzeug. Für den Mandanten heißt das schnellere Bearbeitung, mehr Transparenz und Kosten, die nicht mit jedem Fall linear weiterwachsen.

Was sich nicht ändert: die Qualität

Ein Punkt ist uns dabei wichtig: Die Technologie ist bei uns kein Produkt für den Mandanten und kein Selbstzweck, sondern ein interner Hebel. Jedes Ergebnis, das unser Haus verlässt, ist von erfahrenen Anwältinnen und Anwälten, von General Counsels, geprüft. Die Architektur macht uns schneller, günstiger und skalierbarer; das Qualitätsversprechen bleibt unangetastet.

Genau das trägt unsere Positionierung als externe Rechtsabteilung für wachsende Unternehmen: integriert statt punktuell, mit festen Ansprechpartnern, einer Antwortzeit von einer Stunde und transparenten Festpreisen, die sich an den Kosten eines internen Legal Counsels orientieren, nicht an klassischen Kanzleistundensätzen.

Ein Ausblick

Die Rechtsbranche steht an einem Wendepunkt. Die spannende Frage ist nicht mehr, ob KI die juristische Arbeit verändert, sondern wie tief man bereit ist, die eigene Organisation dafür neu zu denken. Man kann KI als schnelleres Pferd benutzen. Oder man kann das Auto bauen.

Wir haben uns für Letzteres entschieden, nicht aus Technikbegeisterung, sondern weil wir überzeugt sind, dass wachsende Unternehmen eine Rechtsberatung verdienen, die mit ihnen Schritt hält: schnell, integriert, verlässlich und mit jedem Fall ein Stück besser. Agentic First ist für uns kein Endpunkt, sondern ein Anfang. Und wir bauen jeden Tag daran weiter.

Autor: Julian Jantze ist Gründer von Compound Law, einer AI-First-Kanzlei für wachsende Unternehmen. Als ehemaliger General Counsel von Zenjob begleitete er das Unternehmen durch Finanzierungsrunden, internationale Expansion und die Transformation zur SE. Bei Compound Law verbindet er Kanzlei- und Inhouse-Erfahrung mit dem Ziel, Rechtsberatung durch Technologie neu zu denken.

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BVerwG 9 VR 11.26 - Beschluss

BVerwG Nachrichten - 04.06.2026
(Diese Entscheidung wird nur zur nicht gewerblichen Nutzung kostenfrei bereitgestellt (§11 Abs. 2 S.2 JVKostG))

BVerwG 9 VR 9.26 - Beschluss

BVerwG Nachrichten - 04.06.2026
(Diese Entscheidung wird nur zur nicht gewerblichen Nutzung kostenfrei bereitgestellt (§11 Abs. 2 S.2 JVKostG))

Norton Rose Fulbright advises Atlas Air Worldwide on strategic investment in Air Atlanta

Norton Rose Fulbright - 04.06.2026
Global law firm Norton Rose Fulbright has advised Atlas Air Worldwide on its agreement to acquire a 49 percent minority stake in Air Atlanta, establishing a strategic partnership to expand its global aviation platform and enhance access to widebody capacity.

BGBl. 2025 I Nr. 299

Zweite Verordnung zur Änderung beamtenrechtlicher Sondervorschriften für den Bereich der Deutschen Post AG vom 01. Dezember 2025

"Modernisierung des Anwaltnotariats" beschlossen

Recht und Verbraucherschutz/Ausschuss Der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz hat in seiner Sitzung am Mittwoch den Weg für von der Bundesregierung vorgeschlagene Neuregelungen beim Zugang zum Anwaltsnotariat geebnet.

New simplified regime for foreign companies

Dentons Insights - 04.06.2026

Argentina: Following a public consultation process initiated through IGJ General Resolution No. 2/2026—aimed at identifying the main operational challenges of the existing regime—on May 22, 2026, the Argentine Public Registry of Commerce (Inspección General de Justicia, “IGJ”) issued General Resolution No. 4/2026, which entered into force on May 27, 2026.

Panama Strengthens Economic Substance Requirements for Foreign Passive Income

Dentons Insights - 04.06.2026

Panama: The recent enactment of Law 526 of 2026 introduces changes that are relevant for Panamanian entities that are part of multinational groups, as well as for corporate structures with an international presence. Our Partner in the Panama office has prepared an analysis on the scope of this reform and the key considerations that companies should keep in mind as they move toward its implementation.

Budget 2026 – Two taxation changes of interest in the private wealth space

Dentons Insights - 04.06.2026

New Zealand: The Government’s Budget tax package delivered on 28 May 2026 includes two measures that are particularly relevant for the private wealth sector, including high net worth individuals, founders, investors, and charities. A new NZ$100,000 cap on charitable donations eligible for the donation tax credit and an extension of the Revenue Account Method (RAM) under the Foreign Investment Fund (FIF) rules to all New Zealand taxpayers. While both measures represent significant policy choices, they move in very different directions.

If there was one special condition for NZS 391X

Dentons Insights - 04.06.2026

New Zealand: At a recent conference I was sitting on a panel discussing different forms of dispute resolution for construction projects. The final question to me was “If you had to include one special condition in an NZS 391X standard form contract, what would it be?” The answer was simple.

Congestion Charging: What Auckland can learn from Stockholm

Dentons Insights - 04.06.2026

New Zealand: Auckland has a congestion problem, and it is costing us up to $2.6 billion a year. Congested roads mean longer commutes, less time with family, and a significant drag on economic productivity. For decades, successive governments and councils have discussed time-of-use charging as a means of maximising the use of our existing roads and driving behavioural change. Now, it's finally on the horizon.

Employment Echo - June Edition

Dentons Insights - 04.06.2026

New Zealand: In this edition of the Echo, we touch on the government’s request for feedback on the employment dispute resolution system (including employment advocates) ahead of a potential overhaul. We also contemplate further questions about the Employment Leave Bill and who is most likely to be affected by the planned changes (assuming they go ahead). Finally, we consider the third instalment on whether a trust can be a PCBU, and what this means for trustees moving forward.

Liquidated damages are not automatic: what the new UAE civil transactions law means for project teams

Dentons Insights - 04.06.2026

United Arab Emirates: In construction and infrastructure projects, liquidated damages are often treated as a simple equation: Days' delay x daily LD rate = amount payable. But under the new UAE Civil Transactions Law which came into force from 1 June 2026, the position is more nuanced. The LD clause still matters. The agreed daily rate still matters. But what happened on the project may be critical to how an agreed damages provision is applied and assessed. Under Article 340, courts have express powers to review agreed damages. Rather than the discretion to adjust LDs to the actual loss (as in the previous Code), the new Code specifies that LDs may now be reduced where they are excessive, where the works have been partially completed, or where the employer contributed to the delay.

Autonomous vehicles without a driver: What do WHS Laws require of employers in Australia?

Dentons Insights - 04.06.2026

Australia: Responsibility doesn’t disappear with automation, and the risks are changing shape rather than going away. As automated vehicles move closer to everyday use, businesses need to rethink how they manage safety in a more technology-driven environment. This article highlights what organisations operating in Australia should be focusing on now, from system reliability to oversight, and why waiting for clearer rules could leave gaps in how risks are managed.