Legal Tech
Thomson Reuters übernimmt KI-Startup Noetica und baut Legal Tech Geschäft aus
Der Informations- und Technologiekonzern Thomson Reuters verstärkt seine Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz und übernimmt das US-Startup Noetica. Mit dem Zukauf will das Unternehmen seine Lösungen für Juristen und Transaktionsteams um spezialisierte KI-Funktionen erweitern.
Noetica wurde 2022 in New York gegründet und entwickelt eine KI-basierte Plattform zur Analyse von Daten aus Unternehmenstransaktionen. Die Software strukturiert große Mengen an Deal- und Vertragsdaten und macht daraus verwertbare Marktinformationen. Dadurch können Anwälte und Finanzexperten etwa Vertragsklauseln, Marktstandards oder Risiken schneller auswerten und vergleichen.
Die Technologie des Startups soll künftig in die KI-Plattform „CoCounsel“ von Thomson Reuters integriert werden. Anwälte sollen damit während Vertragsverhandlungen schneller Einblicke in marktübliche Vertragsbedingungen erhalten und bei der Analyse sowie beim Entwurf von Dokumenten unterstützt werden. Auch umfassendere Datenanalysen entlang des gesamten Deal-Prozesses sind geplant.
Mit der Übernahme setzt Thomson Reuters verstärkt auf sogenannte vertikale KI-Lösungen. Dabei handelt es sich um spezialisierte Anwendungen, die auf bestimmte Branchen und Arbeitsabläufe zugeschnitten sind und auf umfangreiche Fachdaten zurückgreifen. Ziel ist es, professionellen Nutzern präzisere und praxisnahe Ergebnisse zu liefern als generische KI-Anwendungen.
Neben der Technologie übernimmt Thomson Reuters auch das Team von Noetica, zu dem KI-Forscher, Datenwissenschaftler sowie Fachleute aus Recht und Finanzwesen gehören. Der Venture-Capital-Arm des Konzerns war bereits zuvor an dem Startup beteiligt. Ein Kaufpreis für die Übernahme wurde nicht bekannt gegeben.
Der Beitrag Thomson Reuters übernimmt KI-Startup Noetica und baut Legal Tech Geschäft aus erschien zuerst auf .
Libra by Wolters Kluwer: Komplementäre Fachverlagsinhalte als Fundament KI‑gestützter Rechtsarbeit
Erstmals werden Inhalte von Otto Schmidt und Wolters Kluwer in einer integrierten Arbeitsumgebung verfügbar gemacht – unmittelbar eingebunden in KI‑gestützte Workflows. Damit adressiert der Libra by Wolters Kluwer Workspace einen Kernaspekt moderner juristischer Arbeit: Qualität entsteht nicht allein durch Technologie, sondern durch die Kombination leistungsfähiger KI mit anerkannten, sich ergänzenden Fachinformationen.
Zwei Verlagswelten, ein integrierter Zugriff
Juristische Recherche und Argumentation leben von Perspektivenvielfalt, Tiefe und Zitierfähigkeit. Genau hier setzt Libra by Wolters Kluwer an: Inhalte von Otto Schmidt werden mit den Inhalten von Wolters Kluwer Online strukturell zusammengeführt. Die jeweiligen verlegerischen Schwerpunkte ergänzen sich dabei inhaltlich und methodisch perfekt.
Während Wolters Kluwer unter anderem Inhalte der Verlagsmarken Heymanns, Luchterhand und Werner Baurecht einbringt, stehen auf Seiten von Otto Schmidt weitere etablierte Kommentare, Handbücher und Fachzeitschriften zur Verfügung. Libra by Wolters Kluwer ermöglicht exklusiv den strukturierten Zugriff auf diese kombinierten, kuratierten Datenbestände innerhalb eines Workspaces.
Viktor von Essen, CEO von Libra by Wolters Kluwer, bringt diesen Ansatz auf den Punkt: „Der eigentliche Unterschied liegt in der Substanz. Nur bei Libra sind die Inhalte von Wolters Kluwer Online und Otto Schmidt strukturell zusammengeführt. Diese Kombination aus sich perfekt ergänzenden, anerkannten Contents ist im Markt einzigartig – und mit dieser breit angelegten Tiefe an Inhalten macht sie den Unterschied zwischen generischer KI und echter juristischer Arbeitsqualität.“
Komplementarität als Voraussetzung für leistungsfähige KI
Gerade im Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist die Qualität und Breite der Inhalte entscheidend. Juristische KI‑Systeme benötigen belastbare, redaktionell geprüfte und zitierfähige Quellen, um verlässliche Ergebnisse zu liefern. Die Verbindung der Inhalte von Otto Schmidt und Wolters Kluwer schafft eine Wissensbasis, die unterschiedliche juristische Denkansätze, Kommentierungen und Praxisperspektiven zusammenführt.
Die Komplementarität der Inhalte erhöht damit nicht nur die inhaltliche Tiefe, sondern auch die Qualität von Recherche, Analyse und Entscheidungsfindung im Workspace.
Professor Dr. Felix Hey, Verleger von Otto Schmidt, betont den Mehrwert der gemeinsamen Arbeitsumgebung: „Otto Schmidt ist überzeugt vom Libra Legal AI Workspace und der fortschrittlichen Technologie für die Arbeit der juristischen Zielgruppe. Die Kombination der Inhalte von Otto Schmidt und Wolters Kluwer in einer Arbeitsumgebung macht Libra für breite Nutzergruppen noch interessanter.“
Inhalte dort, wo juristische Arbeit stattfindet
Libra by Wolters Kluwer verfolgt das Ziel, Fachinformationen nicht isoliert bereitzustellen, sondern sie kontextsensitiv in den juristischen Arbeitsprozess einzubetten. Die kombinierten Inhalte beider Verlagswelten stehen genau dort zur Verfügung, wo Argumentationen entstehen, Schriftsätze formuliert und Entscheidungen vorbereitet werden.
Ein zentraler Baustein ist der integrierte Self‑Checkout für Otto‑Schmidt‑Module. Er ermöglicht den unmittelbaren Erwerb benötigter Fachinhalte direkt im Workspace und schließt damit die bisherige Lücke zwischen Nutzung und Lizenzierung. Inhalte werden so nicht nur recherchiert, sondern nahtlos in die tägliche Arbeit integriert.
Strategischer Meilenstein für die Zukunft juristischer Arbeit
Für Wolters Kluwer ist die Zusammenführung komplementärer Inhalte ein zentraler Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung juristischer Arbeitsumgebungen. Stephanie Walter, Vice President & Managing Director Legal & Regulatory Germany bei Wolters Kluwer, ordnet die Bedeutung ein: „Mit Libra by Wolters Kluwer gehen wir einen konsequenten nächsten Schritt in unserer Strategie, juristische Inhalte und technologische Innovation strukturell zu verbinden. Unser Anspruch ist es, hochwertige Fachinformationen nicht nur zur Recherche bereitzustellen, sondern sie intelligent in moderne Arbeitsprozesse der Berufsträger zu integrieren. Die Zusammenführung von KI, Workflow und autoritativen Inhalten verschiedener, sich für die juristische Meinungsbildung sehr gut ergänzender Verlagsinhalte in einem Workspace ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft juristischer Arbeit, bei der es neben Urteilen und Vorschriften insbesondere auf die Verfügbarkeit der wichtigen Kommentare, Handbücher und Fachzeitschriften ankommt.“
Fazit: Libra by Wolters Kluwer steht exemplarisch für einen grundlegenden Wandel in der Rechtsarbeit: weg von fragmentierten Systemen, hin zu integrierten Arbeitsräumen. Der entscheidende Differenzierungsfaktor ist dabei nicht allein die KI, sondern die komplementäre Tiefe und Qualität der Inhalte von Otto Schmidt und Wolters Kluwer, die erstmals strukturell zusammengeführt und produktiv nutzbar gemacht werden.
Der Beitrag Libra by Wolters Kluwer: Komplementäre Fachverlagsinhalte als Fundament KI‑gestützter Rechtsarbeit erschien zuerst auf .
Britisches Legal Tech StartUp Lawhive sichert sich 60 Mio. USD
Das britische Legal-Tech-Startup Lawhive hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 60 Millionen US-Dollar aufgenommen, um seine Expansion in den USA voranzutreiben. Angeführt wurde die Runde von Mitch Rales, Mitgründer der Danaher Corporation. Weitere Investoren sind TQ Ventures, GV, Balderton Capital sowie Jigsaw, Anton Levy und LTS.
Lawhive kombiniert eine KI-gestützte Technologieplattform mit einem Netzwerk von Anwälten und positioniert sich als effizientere und kostengünstigere Alternative zu klassischen Kanzleien im Bereich Verbraucherrecht. Das Unternehmen ist bereits in 35 US-Bundesstaaten aktiv und strebt nun eine landesweite Präsenz an. Nach eigenen Angaben liegt der Jahresumsatz inzwischen bei über 35 Millionen US-Dollar; innerhalb eines Jahres habe sich das Geschäft etwa verzehnfacht.
CEO und Co-Founder Pierre Proner äußert sich wie folgt: „Alltägliche Rechtsangelegenheiten bleiben für Millionen von Menschen kostspielig und unvorhersehbar, während Anwälte durch manuelle Prozesse eingeschränkt werden, die ihre Effizienz und die Skalierung ihrer Kanzleien begrenzen. KI macht es endlich möglich, einen Durchbruch bei der Bereitstellung von Rechtsdienstleistungen für Verbraucher:innen mit der Geschwindigkeit und Beständigkeit zu erzielen, die Menschen erwarten.“
Mit dem frischen Kapital will Lawhive seine Marktposition im stark fragmentierten US-Rechtsmarkt ausbauen, zusätzliche Rechtsgebiete erschließen und sowohl das Anwaltsnetzwerk als auch die technologische Infrastruktur weiter skalieren.
Der Beitrag Britisches Legal Tech StartUp Lawhive sichert sich 60 Mio. USD erschien zuerst auf .
neo:sense schützt die Zukunft Ihrer Kanzlei, weil generische KI-Lösungen juristischer Exzellenz nicht standhalten
Kanzleien stehen heute vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits steigen die Erwartungen ihrer Mandanten an Effizienz, Geschwindigkeit und Transparenz. Andererseits ist juristische Exzellenz weiterhin das zentrale Differenzierungsmerkmal und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Künstliche Intelligenz wird in diesem Spannungsfeld oft als Risiko wahrgenommen: als Black Box und als Bedrohung etablierter Geschäftsmodelle. Doch unter den richtigen Voraussetzungen wird dieses Risiko zu einer Chance, die es für moderne Kanzleien zu nutzen gilt.
Warum Standard-KI für Kanzleien nicht funktioniert
Viele Legal-Tech-Lösungen sind auf Breite ausgelegt: eine Lizenz, ein System, ein allgemeiner Datenbestand für alle Anwendungszwecke. Das von diesen Tools verwendete große Sprachmodell (LLM), die eigentlich künstliche Intelligenz, soll aufgrund eines Prompts juristische Bewertungen anstelle der Legal Professionals vornehmen. Das können sie nur bedingt, da ihr Trainingsmaterial sich aus allen denkbaren Bereichen des Wissens speist. Die Menge juristischen Knowhows, auf den ein LLM zurückgreifen kann, ist daher denkbar gering und eher oberflächlich.
Für Kanzleien ist das unzureichend. Denn ihr Wert liegt nicht in generischem Wissen, sondern in institutionalisierter Erfahrung, gewachsenen Vertragslogiken und mandantenspezifischen Standards. neo:sense ist deshalb bewusst keine reine Lizenzsoftware. Es ist eine strategische Kanzlei-Plattform, die sich an vorhandene Strukturen, Qualitätsansprüche und Governance-Modelle anpasst.
ContractEngine: KI-basierte Vertragsprüfung, die Kanzlei-Wissen integriert, nicht ersetzt
Die neo:sense ContractEngine ist ein spezialisiertes Content-Management-System für juristische Inhalte. Verträge und andere Dokumente aus der täglichen juristischen Praxis werden strukturiert erfasst und in definierte Analyse- und Prüfschemata überführt, die auf dem juristischen Fachwissen aus der ContractEngine beruhen.
Individuell festgelegte Prüfparameter, etwa zu Risiko, Compliance oder regulatorischen Anforderungen, bilden die Basis für einen vollständig automatisierten Prozess, der relevante Klauseln identifiziert, bewertet und bei Bedarf korrigiert. Und zwar ohne, dass hierfür gesonderte Prompt-Expertise nötig ist, sondern über ein intuitives Redaktionssystem. So werden juristische Prüfungen standardisiert, reproduzierbar und skalierbar. Gleichzeitig erhöhen sich Effizienz, Transparenz und Qualität in der Vertragsanalyse deutlich.
Die ContractEngine garantiert, dass das größte Asset der Kanzlei, ihr über Jahre gewachsenes Fachwissen, grundlegender Bestandteil der KI-gestützten Vertragsprüfung bleibt. Während andere Lösungen lediglich passiv genutzt werden, gestalten Kanzleien mit neo:sense aktiv ihre individuelle Legal-Tech-Software und sichern damit nicht nur ihren Bestand auf dem Weg in eine digitale Zukunft. Sie erschließen sich auch neue Geschäftsfelder und festigen Mandantenbeziehungen durch ein klares Bekenntnis zu moderner Technologie.
Mandantenintegration als strategischer Vorteil
neo:sense ermöglicht es Kanzleien, ihre Mandanten strukturiert in digitale Prüfprozesse einzubinden, ohne Kontrollverlust.
Mandantenspezifische Standards werden gemeinsam definiert, dokumentiert und kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Kanzlei bleibt Gestalterin, nicht bloß Dienstleisterin einer fremden Technologie. Das stärkt:
- Mandantenbindung
- Prozessqualität
- und die Position der Kanzlei als langfristiger strategischer Partnerin
Effizienzgewinne ohne Verlust des Geschäftsmodells
Für Kanzleien ist Effizienz kein Selbstzweck. Sie muss skalierbar, kontrollierbar und abrechenbar bleiben. neo:sense automatisiert keine juristische Verantwortung, sondern Vorarbeit: Strukturieren, Vergleichen, Identifizieren von Abweichungen. Die Bewertung, Priorisierung und strategische Entscheidung bleibt bei der Anwält:in. Das Stundenschreiben endet nicht – es verschiebt sich. Weg von repetitiver Detailarbeit, hin zu hochwertiger juristischer Analyse.
Der Markt konsolidiert sich, Kanzleien mit System wachsen mit
Der Legal-Tech-Markt wächst. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck, national wie international. Kanzleien, die KI als strategische Infrastruktur etablieren, schaffen Skaleneffekte, ohne ihre Identität zu verlieren. neo:sense ist darauf ausgelegt, diesen Weg gemeinsam mit Kanzleien zu gehen – nicht als Tool-Anbieter, sondern als langfristiger Technologiepartner.
Fazit: KI auf Kanzlei-Niveau
Für Kanzleien ist die Frage nicht, ob KI eingesetzt wird, sondern wie. Mit neo:sense behalten Kanzleien die Kontrolle über ihr Wissen, ihre Prozesse und ihr Geschäftsmodell und nutzen KI dort, wo sie echten Mehrwert schafft.
Erleben Sie neo:sense in der Praxis.
Melden Sie sich jetzt für unser nächstes Webinar an und erfahren Sie, wie Kanzleien ihre Vertragsprüfung systematisch digitalisieren, ohne ihr Geschäftsmodell zu verändern.
Webinar: Dienstag, 24.03.2026, 11:00 – 11:30 Uhr (online)
Im Anschluss erhalten alle Teilnehmer:innen die Möglichkeit, neo:sense kostenfrei und unverbindlich zu testen.
Oder gehen Sie direkt den nächsten Schritt:
Buchen Sie eine individuelle, kostenfreie Demo und lassen Sie sich zeigen, wie neo:sense in Ihre Kanzleistruktur integriert werden kann. Jetzt hier buchen!
Der Beitrag neo:sense schützt die Zukunft Ihrer Kanzlei, weil generische KI-Lösungen juristischer Exzellenz nicht standhalten <img style="float: right; margin-top: 8px;" src="https://legal-tech-verzeichnis.de/wp-content/uploads/2019/12/Werbeintrag.png" alt="Werbeintrag" width="88" height="24" /> erschien zuerst auf .
