Aktuelle Nachrichten
Dentons HPRP expands partnership to strengthen corporate, dispute resolutions, and tax capabilities
The addition of the three Partners further supports Dentons HPRP’s multidisciplinary approach, enabling the firm to provide integrated advice across transactions, disputes and tax matters while continuing to support clients navigating Indonesia’s evolving business and regulatory landscape.
Canada's competitiveness for foreign investment: The domestic tax environment and its impact on entrepreneurship
Canada continues to present a favorable environment for foreign direct investment (FDI), supported by political stability, natural resource endowments and a sound financial system.
<em>Planning Act</em> tool used to pause data centres in Oakville and the evolving provincial framework
Canada: Oakville became the first Ontario municipality to impose a temporary moratorium on data centre development, just days before the Province of Ontario released its Data Centre Playbook.
Political Law Playbook – August 2026
Welcome to the August edition of the Political Law Playbook.
Employment and Labour Montréal Newsletter – Issue 9 / August 2026
Many employers are aware that a significant reduction in an employee’s salary can increase the risk of constructive dismissal. In practice, however, the most complex situations often arise in much less obvious circumstances. In this edition of our newsletter, we review some key principles to keep in mind when it becomes necessary to modify an employee’s terms and conditions of employment. We also examine five recent employment and labour law decisions that illustrate the evolving legal framework governing such changes.
Dentons advises syndicate of banks on the financing of Return Energy's BESS project Sirius
Dentons has advised a syndicate of five banks -- consisting of ING Bank, NatWest, Deutsche Bank, ABN AMRO Bank and Rabobank -- in relation to the project financing and development of Project Sirius, a 200 MW / 800 MWh battery storage facility in Winschoten, Groningen, to be further developed by Return Energy.
Australia ESG Bulletin – August 2026
Australia: This edition of the Australia ESG Bulletin covers the key regulatory and litigation developments affecting our Australian clients from late April to August 2026.
489/26 | Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: Aktionsplan für Elektrifizierung | 31. August 2026
489/26 | Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: Aktionsplan für Elektrifizierung | 10. September 2026
Bekanntmachung der Neufassung der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt
B. v. 26.08.2026 BGBl. 2026 I Nr. 242
ändert
- Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB)
Zwischen Kanzleipflicht und Cloud – Gründung im digitalen Zeitalter
Der Schritt in die Selbstständigkeit gehört zu den größten Herausforderungen junger Juristinnen und Juristen. Neben fachlicher Kompetenz verlangt er ein hohes Maß an Disziplin, unternehmerischem Denken und Anpassungsfähigkeit. Auch vor dem Hintergrund eines sich zuspitzenden Fachkräftemangels spielt Technik eine immer größere Rolle; Künstliche Intelligenz hat den Einzug in den anwaltlichen Alltag gefunden.
Doch wer sich heute selbstständig macht, steht zwischen zwei Welten: den klassischen Regeln einer analogen Berufsordnung einerseits und den Möglichkeiten eines digitalen Kanzleialltags andererseits. Dieses Spannungsfeld prägt die unternehmerische Freiheit und kann in der Planung Kopfzerbrechen bereiten. Hier braucht es Konsequenz – auch seitens des Gesetzgebers.
Hardware
Bereits bei der Erstellung des Businessplans wird deutlich: Die technische Infrastruktur ist das Rückgrat der Kanzlei. Die Entscheidung zwischen klassischem Desktop-PC und Laptop mit Dockingstation hängt vom gewünschten Maß an Mobilität ab. Leistungsstarke Notebooks ermöglichen heute den vollständigen Kanzleibetrieb unterwegs, im Gerichtstermin oder auch in der Bahn.
Bei der Hardwareauswahl muss auf Datensicherheit und Ausfallschutz geachtet werden. Externe Festplatten mit Verschlüsselung oder Cloud-Lösungen mit Serverstandort in Deutschland bieten eine solide Grundlage. Wer viel mobil arbeitet, profitiert von VPN-gestützten Zugängen und Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Unverzichtbar bleibt im anwaltlichen Alltag das beA-Kartenlesegerät für den sicheren elektronischen Rechtsverkehr. Aufgrund der Gefahr, dass Modelle auslaufen, sollte man aber vor dem Kauf die Website der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) konsultieren, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Software
Bei der Wahl der Software geht es um Funktionen und um Vertrauen. Während das Betriebssystem wohl Geschmackssache bleiben wird, ist die Wahl der Kanzleisoftware auch eine strategische Entscheidung.
Neben marktführenden Komplettlösungen bieten spezialisierte Anbieter heute modulare Systeme: von Fristenkontrolle und Zeiterfassung bis hin zu digitalem Mandatsmanagement. Entscheidend ist aber, dass die Software zum eigenen Rechtsgebiet und Arbeitsfeld passt. So können im Familienrecht einige Features nützlich sein, im Strafrecht oder in einer Kanzlei mit mehreren Berufstragenden wieder andere. Der Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ist hier durch nichts zu ersetzen; ihre praktischen Erfahrungen sind oft verlässlicher als Werbeversprechen. Wer auf der Suche nach dem geeigneten Programm ist, sollte sich daher zunächst an sie wenden.
Einen großen Vorteil bieten Cloud-basierte Systeme. Diese ermöglichen Zugriff auf Akten von jedem Ort und reduzieren Wartungsaufwand – allerdings nur, wenn Datenschutz, Verschlüsselung und Serverstandort den Anforderungen der DSGVO und der BRAO genügen. Open-Source-Alternativen können eine kosteneffiziente Option sein, erfordern jedoch ein gewisses technisches Grundverständnis. Der große Vorteil ist, dass man sich nicht gänzlich von Big Playern abhängig macht.
Während klassische Anwendungen wie Textverarbeitung, Buchführung und Kanzleiorganisation längst digitalisiert sind, verbreitert sich die Palette anderer Funktionen stetig – wie automatisierte Schrifterkennung oder auch ein ausgefeilteres Vorlagenmanagement. Synchronisierung zwischen Geräten spart Zeit, kann aber zugleich das Risiko unbeabsichtigter Datenlecks erhöhen. In größeren Kanzleien können strukturierte Berechtigungskataloge für Kanzleimitarbeitende empfehlenswert sein. In kleineren Kanzleien kann der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine günstige Alternative zu Fachkräften sein, die auf dem Anwaltsmarkt zur Mangelware geworden sind.
Analoge Kanzlei
Besonders die jüngste Rechtsprechung verdeutlicht, dass Digitalisierung im anwaltlichen Berufsrecht nicht grenzenlos ist. Mit Urteil vom 01.12.2025 (Az.: AnwZ (Brfg) 50/24) hat der BGH die Anforderungen an die „Kanzlei“ eines Rechtsanwalts klargestellt und deutlich gemacht, dass das anwaltliche Berufsrecht noch längst nicht im digitalen Zeitalter angekommen ist.
Worum ging es? – Ein Syndikusrechtsanwalt hatte neben seiner Haupttätigkeit eine Einzelkanzlei betrieben, ohne feste Räumlichkeiten anzumieten. Stattdessen nutzte er ein Bürocenter mit Telefonservice, Briefkasten und bei Bedarf buchbaren Besprechungsräumen. Die zuständige Rechtsanwaltskammer beanstandete dies, was der BGH bestätigte: Eine Kanzlei verlange dauerhaft eingerichtete Räumlichkeiten, in denen Mandanten persönlich erscheinen und Unterlagen vertraulich verwahrt werden können. Temporäre Räume auf Abruf würden dem nicht genügen.
Der Kanzleibegriff vermittle Präsenz, Statik und Zuverlässigkeit. Damit stehe die Pflicht zur Kanzlei nicht im Widerspruch zur Berufsfreiheit, sondern solle die Funktionsfähigkeit der Rechtspflege sichern. Wirtschaftliche oder praktische Erwägungen seien von untergeordneter Bedeutung.
Vor dem Hintergrund der Realität moderner Arbeitsformen ist dieses Urteil ein Schlag. Videokonferenzen, digitale Aktenführung und flexible Arbeitsplätze sind längst, und zu Recht, Bestandteil des Berufsalltags. Die Vorstellung, ständig verfügbare Kanzleiräume vorzuhalten, wirkt unter Effizienzgesichtspunkten anachronistisch. Offen bleibt, ob die RAKs künftig Mietverträge einsehen werden; legislative Anpassungen müssen hier unbedingt kommen.
Bis dahin sollte jede Rechtsanwältin und jeder Rechtsanwalt eine physische Kanzleiadresse mit real nutzbaren Räumen haben, um berufsrechtliche Beanstandungen zu vermeiden – ein Umstand, den man beim Schritt in die Selbstständigkeit beachten muss. Das Urteil zeigt, wie dringend das Berufsrecht eine Modernisierung braucht. Hier braucht es eine Definition, die digitale Strukturen anerkennt.
Analoger Rechtsstaat
So digital die juristische Arbeit heute auch sein mag, der analoge Alltag bleibt bestehen, was bei der Entscheidung für die Selbstständigkeit berücksichtigt werden muss. Viele Bescheide, Behördenmitteilungen oder gerichtliche Schreiben kommen nach wie vor per Post. Damit entsteht die Frage, wie man den Übergang zwischen physischem und digitalem Dokumentenmanagement organisiert. Man kommt in die Verlegenheit, einige Dokumente analog aufzubewahren, um nicht Originale zu vernichten, auf die es im Zweifelsfall ankommen könnte.
Drucker, Scanner und Faxgeräte bzw. onlinebasierte Faxdienste sind auch nicht vollständig obsolet. Denn bei manchen Behörden ist die Faxübermittlung immer noch formwirksames Kommunikationsmittel – gerade, wenn beA einmal ausfällt oder gar ein beA-Verbot besteht, wie bei Finanzämtern. Das ist aber das komplett falsche Signal. Denn für Kanzleien kann sich dadurch eine hybride Infrastruktur lohnen, die zwar digital optimiert ist, aber eine analoge Rückversicherung für Sonderfälle bereithält. Dieser Umstand stellt jeder konsequenten Digitalisierung ein Bein, von der Effizienz ganz zu schweigen. Die junge Anwaltschaft darf sich hier zurecht benachteiligt fühlen.
Künstliche Intelligenz
Die derzeit wohl spannendste Entwicklung betrifft den Einsatz künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Tools können dabei Routineaufgaben übernehmen: Sie prüfen Verträge auf Formulierungsfehler, schlagen vergleichbare Urteile vor oder strukturieren Schriftsätze. Auch im Fristen- und Kostenmanagement lassen sich viele Prozesse teilautomatisieren.
Mandantenportale können integriert werden, in denen KI-basierte Systeme Standardanfragen vorsortieren, Verschlagwortungen vornehmen oder Vertragsdaten erfassen.
Doch so groß das Potenzial ist, so wichtig bleiben Kontrolle und Haftungsbewusstsein. Eine KI kann Vorschläge generieren, aber sie übernimmt keine anwaltliche Verantwortung. Das bleibt alleine uns vorbehalten. Nachwuchsjuristinnen und -juristen, die lernen, solche Systeme gezielt einzusetzen, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil. Wer glaubt, dass es beim falschen Zitieren von Urteilen bleibt, verkennt die Entwicklungen im Bereich der KI. Juristische Qualitätssicherung muss aber immer gewährleistet sein.
In Bezug auf den Einsatz von KI befinden sich Berufsrecht und Rechtsprechung noch in den Kinderschuhen. Der Gesetzgeber ist gefordert, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die Innovation ermöglichen, ohne die Kernprinzipien anwaltlicher Unabhängigkeit zu gefährden. Bis das geschehen ist, müssen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte beim Einsatz von KI aufmerksam bleiben.
Ausblick
Junge Juristinnen und Juristen bewegen sich heute selbstverständlich in digitalen Arbeitsumgebungen. Sie nutzen Tools, die intuitiv funktionieren, Prozesse beschleunigen und Flexibilität ermöglichen. So kann man sich vor allem in der Startphase von Bürokräften unabhängig machen, die man wegen des Fachkräftemangels sowieso kaum findet bzw. mit hohen Kosten verbunden sind.
Die rechtlichen Grundlagen bleiben unverrückbar: Das Mandatsgeheimnis, die persönliche Verantwortung und die Wahrung der Unabhängigkeit sind auch in der Cloud zu schützen, darauf muss jeder Berufstragende achten. Der Anspruch auf vollständige Digitalisierung der anwaltlichen Arbeit muss aber bestehen bleiben.
Die Zukunft der Rechtsanwaltschaft liegt zu einem großen Teil im virtuellen Raum – daher verändert sich auch das klassische Büro. Bis das auch der Gesetzgeber erkannt hat, sind alle Berufstragenden (wohl) dazu aufgerufen, sich an die Kanzleipflicht zu halten.
Wer Hardware, Software und KI-Technologien mit Augenmaß auswählt und zugleich Datenschutz und Berufsrecht ernst nimmt, kann das digitale Zeitalter der Anwaltschaft aktiv mitgestalten. Es ist aber dringend erforderlich, dass der Gesetzgeber die Digitalisierung konsequent durchsetzt. Dafür muss er auch die Justiz und die Behörden verpflichten. Die Vorteile überwiegen den Nachteilen, dies gilt es zu begreifen. Die junge Anwaltschaft muss hier vorangehen, allen Widrigkeiten zum Trotz.
Autor: Allan Böhner ist Rechtsanwalt in Berlin-Charlottenburg und Regionalbeauftragter des FORUMs Junge Anwaltschaft Berlin. Mehr Info unter www.boehner.legal
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BGBl. 2026 I Nr. 50
BGBl. 2025 I Nr. 200
Norton Rose Fulbright advises lenders on US$750 million financing for Swift Current Energy
Premier League ownership report highlights record M&A activity and the impact of football’s new regulatory era
Nach dem Urteil folgt die Ausreise
OLG Frankfurt zum Verbraucherschutz: Energieversorger müssen verständlich drohen, bevor sie den Hahn abdrehen
Weil ein Kunde nicht zahlte, wollte sein Gasversorger ihm den Hahn abdrehen. Das darf er allerdings erst mal nicht, so das OLG Frankfurt. Der Grund: Der Versorger habe nicht verständlich kommuniziert, dass der Kunde Gegenargumente nennen kann.
BVerwG erkennt Ex-Soldaten das Ruhegehalt ab: Befehle verweigert, Vorgesetzten geschlagen, Crystal Meth gekauft
Auf einer Kompaniefeier eskalierte es vollends, auch nach seiner Suspendierung schlug ein Ex-Soldat krass über die Stränge. In der Gesamtschau reiche eine Degradierung nicht mehr aus, entschied das BVerwG und strich dem Mann das Ruhegehalt.
