Aktuelle Nachrichten
BVerwG 7 VR 1.26 - Beschluss
Experten überwiegend für niedrigere Luftverkehrsteuer
VG Gelsenkirchen lehnt Versetzungsantrag einer Lehrerin ab: 35 Kilometer Pendelstrecke keine außergewöhnliche Belastung
Sich allein um zwei Kinder kümmern und täglich zwei Stunden Auto fahren – das hielt eine Lehrerin für unzumutbar. Sie beantragte die Versetzung an eine andere Schule. Doch das Gericht lehnte ab: Ihr Schicksal träfe viele Pendler im Land.
Völkermord in Ruanda: Mutmaßlicher Finanzier des Genozids in Haft gestorben
Félicien Kabuga wurde beschuldigt, ein Drahtzieher des Völkermords 1994 in Ruanda gewesen zu sein. Wegen Demenz wurde er für verhandlungsunfähig erklärt. Jetzt starb er in Haft in einem Krankenhaus.
21/5975: Kleine Anfrage Einsätze von sogenannten stillen SMS, WLAN-Catchern, IMSI-Catchern, Funkzellenabfragen im 2. Halbjahr 2025 (PDF)
21/5974: Kleine Anfrage Situation der Suchthilfe und Suchtrehabilitation in Deutschland - Versorgungslage, Finanzierung und struktureller Handlungsbedarf (PDF)
21/5973: Kleine Anfrage Miet- und Wohnraumkosten in Bayern (PDF)
21/5972: Kleine Anfrage Anreiz-, Förder- und Rechtsrahmen für die Reduktion von Zucker, Salz und Fett in verarbeiteten Lebensmitteln (PDF)
21/5971: Kleine Anfrage Verwaltungskosten und Immobilienbewirtschaftung der Jobcenter und Agenturen für Arbeit (PDF)
21/5961: Kleine Anfrage Fortgang, Kostenentwicklung und Verwaltungssteuerung bei der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II (PDF)
21/5960: Kleine Anfrage Hisbollah-Strukturen in Deutschland und Europa - Rolle Deutschlands als Finanzierungs- und Unterstützungsraum (PDF)
21/5959: Kleine Anfrage Konsequentes Vorgehen gegen die Schattenflotte, Umweltgefahren und andauernde Sanktionsumgehung durch Russland (PDF)
21/5958: Kleine Anfrage Sanktionspolitik der EU gegenüber dem Schweizer Staatsbürger Jaques Baud (PDF)
21/5970: Beschlussempfehlung und Bericht zu dem Antrag der Abgeordneten Katalin Gennburg, Luigi Pantisano, Marcel Bauer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke - Drucksache 21/4876 - Forderungen der Initiative HouseEurope für Erhalt, Renovieru
21/5968: Beschlussempfehlung und Bericht zu dem Antrag der Abgeordneten Matthias Gastel, Victoria Broßart, Tarek Al-Wazir, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 21/2901 - Nachtzugverbindungen retten - Ein starkes euro
Women in aviation: Lunchtime breakout
Ex-Latham-Anwalt startet kostenlose Open Source KI „Mike“ als Herausforderer für Harvey und Legora
Der frühere Latham-&-Watkins-Anwalt Will Chen hat mit „Mike“ eine kostenlose Open-Source-Plattform für juristische KI vorgestellt, die etablierte Anbieter wie Harvey und Legora herausfordern soll.
Kostenlose Alternative zu milliardenschweren Legal KI Anbietern
„Mike“ positioniert sich als vollständig offene Alternative zu kommerziellen Legal KI Plattformen. Die Software bietet Funktionen für Vertragsprüfung, juristische Recherche, Dokumentenanalyse sowie automatisierte Entwurfs- und Bearbeitungsprozesse.
Laut Will Chen sei das Ziel gewesen, eine Lösung zu schaffen, die Kanzleien selbst hosten und mit eigenen KI-Modellen oder API-Schlüsseln betreiben können. Dadurch sollen sensible Mandantendaten nicht zwangsläufig an externe Anbieter übertragen werden müssen.
Chen erklärte im Interview mit Artificial Lawyer, dass sich innerhalb kurzer Zeit Juristen und Kanzleien aus aller Welt gemeldet hätten. Er beschrieb die Resonanz als deutlich größer als erwartet.
Entwicklung innerhalb weniger Wochen
Mehrere Berichte beschreiben „Mike“ als Projekt, das Chen innerhalb von rund zwei Wochen entwickelt habe. Die Plattform gewann innerhalb weniger Tage erhebliche Aufmerksamkeit in der Legal-Tech-Community und sammelte tausende Sterne auf GitHub.
Der Name „Mike“ gilt als Anspielung auf die Figur Mike Ross aus der Anwaltsserie „Suits“. „OSS“ steht für Open Source Software.
Wettbewerb im Markt für juristische KI verschärft sich
Der Start von „Mike“ erfolgt in einer Phase zunehmender Investitionen in juristische KI-Systeme. Anbieter wie Harvey, Legora, und Thomson Reuters bauen ihre Produkte derzeit massiv aus. Gleichzeitig testen Kanzleien weltweit generative KI für Vertragsarbeit, Wissensmanagement und juristische Recherche.
Chen positioniert „Mike“ dabei bewusst als Gegenmodell zu proprietären Plattformen. Gegenüber Legal Cheek sagte er, dass Open Source langfristig helfen könne, den Zugang zu juristischer KI breiter und kostengünstiger zu machen.
Open Source könnte Preisdruck erzeugen
Branchenbeobachter sehen in Projekten wie „Mike“ potenziellen Druck auf die Preisgestaltung etablierter Anbieter. Während große Legal KI Plattformen häufig hohe monatliche Gebühren pro Arbeitsplatz verlangen, steht „Mike“ kostenlos zur Verfügung. Allerdings benötigt es auch Hilfe bei der Installation und regelmäßigen Pflege von IT-Profis, denn Anwälte sind hier in der Regel überfordert.
Nur dann sind auch bei Open Source Lösungen dieselben Standards bei Sicherheit, Compliance und Support gegeben wie kommerzielle Enterprise-Produkte. Gerade internationale Großkanzleien legen weiterhin hohen Wert auf Datenschutz, Haftungssicherheit und professionelle Betreuung.
Diskussion über Risiken juristischer KI hält an
Parallel zur wachsenden Verbreitung juristischer KI hält die Debatte über Fehleranfälligkeit und Haftungsfragen an. Gerichte und Aufsichtsbehörden weisen weiterhin darauf hin, dass KI-generierte Inhalte durch Anwälte überprüft werden müssen.
Auch Chen betont in mehreren Interviews, dass „Mike“ juristische Arbeit unterstützen und nicht ersetzen kann. Die Entwicklung zeigt jedoch, wie schnell sich der Markt für Legal KI verändert und dass Open Source Modelle zunehmend als ernsthafte Alternative zu milliardenschweren Legal Tech Unternehmen wahrgenommen werden.
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