Aktuelle Nachrichten

Bundesregierung zu Speicherung und Export von CO2

Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Antwort Die Dauer für die Erschließung von Kohlendioxid-Speichern in Deutschland schätzt die Bundesregierung auf acht bis zehn Jahre, wie aus ihrer Antwort auf eine Anfrage der AfD hervorgeht.

Aussagekraft von Patentanmeldungen

Recht und Verbraucherschutz/Antwort Die Zahl von Patentanmeldungen allein reicht nicht aus, um Rückschlüsse auf die Innovationskraft einer Volkswirtschaft zu ziehen, heißt es in einer Regierungsantwort.

Berufsbildungsbericht: Erfolgsmodell Ausbildung

Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Unterrichtung Die Beschäftigungsquote von Absolventen einer beruflichen Ausbildung liegt zwei Jahre nach Abschluss bei 94 Prozent und damit über dem OECD-Durchschnitt.

AfD fragt nach dem Zustand der Brücken an Bundesfernstraßen

Verkehr/KleineAnfrage Die AfD fragt nach dem Zustand der Brücken an Bundesfernstraßen in Mecklenburg-Vorpommern, in Bayern, in Schleswig-Holstein, in Sachsen sowie in Sachsen-Anhalt.

Neue Grenzwerte: Verordnung zur IED-Richtlinie vorgelegt

Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Verordnung Die Bundesregierung hat dem Bundestag eine Verordnung zur Umsetzung der EU-Industrieemissionsrichtlinie vorgelegt. Betroffen von Änderungen sind Anlagen in der Chemiebranche.

Bundesregierung verteidigt ihr Klimaschutzprogramm

Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Antwort Die Bundesregierung hält ihr Klimaschutzprogramm für ausreichend, um die deutschen Klimaziele zu erreichen, wie aus einer Antwort auf Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.

Angaben zu Befreiung von Grunderwerbsteuer

Finanzen/Antwort In den Jahren 2021 bis 2025 fanden 49.106 Grundstückserwerbe durch Ehegatten oder Lebenspartner des Veräußerers statt und waren somit von der Grunderwerbsteuer befreit.

Kosten von Mehrwertsteuer-Befreiung bei Lebensmitteln

Finanzen/Antwort Eine Befreiung von Brot und Getreideprodukten von der Umsatzsteuer würde den Fiskus 2,7 Milliarden Euro pro Jahr an Steuereinnahmen kosten.

"In den Verkehr gebracht"?: Freispruch in Prozess um nicht zugelassene Corona-Impfung

LTO Nachrichten - 13.05.2026

Das Landgericht Lübeck hat den Arzt und Unternehmer Winfried Stöcker vom Vorwurf freigesprochen, 2021 einen nicht zugelassenen Corona-Impfstoff in den Verkehr gebracht zu haben. Die Staatsanwaltschaft kann Revision einlegen.

TOP 18 Digitalisierung des Vollzugs von Immobilienverträgen

77. Sitzung vom 07.05.2026, TOP 18: Digitalisierung des Vollzugs von Immobilienverträgen

Anthropic greift mit „Claude for Legal“ nach dem Kernmarkt der Rechtsberatung

Legal Tech Verzeichnis - 13.05.2026

Anthropic hat mit Claude for Legal seinen bislang deutlichsten Vorstoß in den Rechtsmarkt unternommen. Das Angebot verbindet mehr als 20 neue MCP Konnektoren mit zwölf fachbezogenen Plugins für juristische Arbeitsfelder. Damit soll Claude nicht mehr nur ein allgemeiner KI Assistent sein, sondern eine Arbeitsumgebung für Kanzleien, Rechtsabteilungen, Legal Operations Teams und juristische Ausbildungsstätten.

Der Schritt ist strategisch erheblich. Bisher liefen viele juristische KI Anwendungen auf Modellen von großen Anbietern wie Anthropic oder OpenAI. Nun bewegt sich der Modellanbieter selbst in die Anwendungsebene hinein. Claude wird damit nicht nur Infrastruktur, sondern potentiell der Ort, an dem Vertragsprüfung, Recherche, E Discovery, Dokumentenmanagement, Transaktionsarbeit und interne Wissensbestände möglich sind.

Vom Plugin zur juristischen Arbeitsumgebung

Claude for Legal baut auf einem im Februar veröffentlichten Legal Plugin für Claude Cowork auf. Nach Angaben von Anthropic wurden Juristen seitdem zur aktivsten Nutzergruppe unter den Wissensarbeitern in Cowork. Diese Nachfrage dürfte den Ausbau beschleunigt haben.

Neu ist nicht nur der Umfang, sondern die komplette Architektur. MCP Konnektoren bringen Daten aus vorhandenen Systemen in Claude. Practice Area Plugins bündeln wiederkehrende juristische Arbeitsabläufe. Hinzu kommt ein offenes Ökosystem, in dem Kanzleien, Rechtsabteilungen und Anbieter eigene Skills, Playbooks und Arbeitsstandards einbinden können.

Die zwölf Plugins decken unter anderem Commercial Legal, Corporate Legal, Employment Legal, Privacy Legal, Product Legal, Regulatory Legal, AI Governance Legal, IP Legal und Litigation Legal ab. Hinzu kommen Angebote für Studenten der Rechtswissenschaft, Legal Clinics und ein Legal Builder Hub. Jedes Plugin beginnt mit einem Setup-Interview, das Playbooks, Eskalationswege, Risikokalibrierung und Kanzlei oder Unternehmensstil erfassen soll.

Die Claude for Legal Partnerliste

Die neuen Konnektoren reichen tief in die bestehende juristische Softwarelandschaft. Für Vertrags- und Dokumentenarbeit werden unter anderem Definely, DocuSign, Ironclad, iManage und NetDocuments genannt. Für Streitverfahren und eDiscovery kommen Relativity, Everlaw und Consilio hinzu. Im Transaktionsgeschäft bindet Anthropic unter anderem Box und Datasite ein.

Besonders bemerkenswert ist die Integration von Thomson Reuters. CoCounsel Legal ist auf Anthropic Technologie neu aufgebaut worden und kann nun wiederum aus Claude heraus aufgerufen werden. Damit entsteht ein zirkuläres Verhältnis: Das Basismodell trägt die Fachanwendung, während die Fachanwendung ihrerseits als Werkzeug in die Modellumgebung zurückkehrt.

Auch Harvey, Solve Intelligence, Legal Data Hunter, Midpage und Trellis sind Teil des Ökosystems. Legal Data Hunter wird mit einem Bestand von mehr als 31 Millionen Dokumenten aus mehr als 160 Jurisdiktionen beschrieben. Für Patentarbeit nennt Anthropic Solve Intelligence.

Microsoft Office als juristische Oberfläche

Anthropic positioniert Claude dort, wo Juristen ohnehin arbeiten: Word, Outlook, Excel und PowerPoint. Ein Redline in Word soll seinen Kontext in eine Begleitmail in Outlook, eine Closing Checklist in Excel oder eine Board Summary in PowerPoint mitnehmen können.

Das ist für Kanzleien und Rechtsabteilungen von erheblicher Bedeutung. Die KI verlässt damit die isolierte Chat-Oberfläche und rückt in den Dokumentenfluss selbst. In Word soll Claude Entwürfe redigieren, Klauseln mit Playbooks abgleichen, Änderungen nachverfolgen und Begründungen liefern. In Outlook soll Claude Anfragen triagieren, Antwortentwürfe erstellen und Wiedervorlagen anlegen. In Cowork sollen länger laufende Vorgänge wie Vertragsstapel, Produktfreigaben oder regulatorische Lageberichte bearbeitet werden.

Meinungen im Rechtsmarkt

Die große Frage wird lauten, ob Legal Tech Anbieter in Zukunft eigenständige Systeme bleiben oder zu spezialisierten Bausteinen der großen KI-Plattformen werden. Legal IT Insider beschreibt Claude for Legal als Orchestrierungsebene, über die Recherche, Dokumentenmanagement, Vertragsplattformen und spezialisierte KI Produkte aus einer Oberfläche heraus erreichbar werden.

Für etablierte Anbieter ist das ambivalent. Wer integriert wird, erhält Zugang zu einem wachsenden Arbeitskontext. Wer austauschbare Standardfunktionen anbietet, gerät unter Druck. LawSites erinnert daran, dass schon das erste Claude Legal Plugin im Februar die Aktien von RELX, Thomson Reuters und Wolters Kluwer belastet habe. Die jetzige Veröffentlichung sei erheblich breiter und betreffe nahezu jeden Bereich juristischer Software.

Winston Weinberg (CEO Harvey) sieht den Schritt als Bestätigung der eigenen Strategie und betont, man habe seit Jahren damit gerechnet, langfristig mit Modellanbietern zu konkurrieren. Joel Hron (CTO Thomson Reuters) legt den Akzent anders: Entscheidend sei nicht, wo Arbeit beginne, sondern ob das Ergebnis auf autoritativen Quellen beruhe, überprüfbar und verteidigungsfähig sei.

Patrick Prior (Geschäftsführer Legal Tech Verzeichnis) sagt: „Legal Tech Software die lediglich ein Wrapper für große KI Sprachmodelle ist, wird es schwer haben. In der KI Welt ist es schon oft vorgekommen, dass die großen Anbieter Lösungen von KI StartUps einfach übernommen haben und diese dann überflüssig werden liessen. Nach wie vor gilt auf dem deutschen Rechtsmarkt: Content is king. Sind entscheidende Inhalte hinter Paywalls, kommen auch Claude & Co. nicht an diese ran. Hier würden nur Kooperationen mit Verlagen helfen, es sieht aber aktuell nicht danach aus, als ob diese gewünscht sind, da eher auf eigene Systeme oder Kooperationen mit Legal Tech Anbietern gesetzt wird. Noch jedenfalls. Ein weiterer Punkt der Legal Tech Anbieter vor einer Aushebelung durch Claude & Co. schützt, ist der Weg von Palantir: Man muss seine Software so schnell wie möglich so tief wie möglich in die bestehende IT und Datenstruktur von Kanzleien und Rechtsabteilungen verankern, so dass man sich quasi unersetzbar macht.“

Access to Justice – Zugang zum Recht

Anthropic verbindet den kommerziellen Vorstoß mit einer Access to Justice Komponente. Genannt werden Partnerschaften mit Free Law Project, Justice Technology Association und weiteren Organisationen. Courtroom5 soll Menschen unterstützen, die ohne anwaltliche Vertretung vor Zivilgerichten auftreten. BoardWise richtet sich an lizenzierte Berufsangehörige in berufsrechtlichen Verfahren. Qualifizierte Legal Aid Organisationen, Public Defender und gemeinnützige Rechtsdienstleister sollen über Claude for Nonprofits vergünstigten Zugang erhalten.

Das ändert nichts daran, dass Claude for Legal zunächst ein Enterprise Produkt ist. Es zeigt aber, dass Anthropic den Rechtsmarkt nicht nur als Kanzlei und Konzernmarkt adressiert, sondern auch als politisch sensiblen Raum, in dem Effizienzversprechen stets mit Fragen nach Verantwortung, Kontrolle und Zugang verbunden sind.

Fazit

Claude for Legal ist weniger ein einzelnes Produkt als ein Positionswechsel. Anthropic will nicht mehr bloß Modelllieferant für juristische Anwendungen sein. Das Unternehmen will die Schicht kontrollieren, in der juristische Arbeit geplant, ausgeführt, dokumentiert und überprüft wird.

Für Juristen folgt daraus eine nüchterne Konsequenz: Die relevante Frage lautet nicht mehr, ob generative KI im Rechtsmarkt angekommen ist, sondern wer künftig die professionelle Kontrolle über Quellen, Daten, Workflows, Mandatsgeheimnisse und Qualitätsstandards behält.

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Vizepräsident Bodo Ramelow bei Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Mauthausen

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat am Sonntag, 10. Mai 2026, an der diesjährigen Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teilgenommen und gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in der Republik Österreich, Vito Cecere, der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung gedacht. „Die NS-Verbrechen mahnen uns auch heute, dass die Achtung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit die zentralen Lehren aus dem Holocaust sind, wie auch das konsequente Eintreten gegen Antisemitismus, Antiziganismus, und Rassismus“, sagte Bodo Ramelow und fügte hinzu: „Mir war es ein vordringliches Anliegen beim Gedenken in Mauthausen zum Ausdruck zu bringen, welche große Relevanz das Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen für den Deutschen Bundestag auch eingedenk der gegenwärtigen Herausforderungen hat.“ Eine der größten Gedenkveranstaltungen in Europa An dem Gedenken, das aus Anlass des 81. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers durch US-amerikanische Truppen am 5. Mai 1945 stattfand, nahmen in diesem Jahr über 13.000 Menschen teil. Damit gehört die Gedenkveranstaltung zu den größten in Europa. Am Rande des Gedenkens sprach Vizepräsident Ramelow mit Mitgliedern der IG-Metall Jugend und des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge sowie mit Schülerinnen und Schülern, die auf Einladung des Deutschen Mauthausen Komitees an dem Gedenken mitwirkten. Im Rahmen seiner Reise traf Vizepräsident Bodo Ramelow ferner den Vorsitzenden Israelitische Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, zu einem Gespräch wie auch den Geschäftsführer des Kulturvereins österreichischer Roma, Andreas Sarközi. Außerdem hat er den Nationalrat der Republik Österreich besucht, um sich über dessen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu informieren. Im KZ Mauthausen bei Linz wurden ab 1938 über 200.000 Menschen inhaftiert, von denen mehr als jeder Zweite ermordet wurde. Die Republik Österreich begeht den Jahrestag der Befreiung des Lagers zugleich als nationalen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. (13.05.2026)

LG Bremen sieht Irreführung: Milka durfte Mogelpackung nicht in Verkehr bringen

LTO Nachrichten - 13.05.2026

Im Zuge der Inflation hat Milka seine Standard-Schokoladentafel von 100 auf 90 Gramm reduziert; im Übrigen blieb die Packung gleich. Das LG Bremen sieht darin eine Irreführung und gibt einer Klage der Verbraucherzentrale statt.

Norton Rose Fulbright recognised with ten accolades at Marine Money Deal of the Year Awards 2025

Norton Rose Fulbright - 13.05.2026
Global law firm Norton Rose Fulbright has been recognised with ten accolades at the Marine Money Deal of the Year Awards 2025, reflecting the firm’s continued strength in advising on complex and innovative shipping, offshore and maritime finance transactions worldwide.

JVA-Bedienstete sollen Häftlingen Vorteile verkauft haben: Warnungen per Schmiergeld-Abo?

LTO Nachrichten - 13.05.2026

Gefängnisbedienstete sollen Meldeadressen, Schein-Jobs und Warnungen vor Kontrollen verkauft haben. Wegen des Korruptionsverdachts im offenen Vollzug soll es in Nordrhein-Westfalen nun zu landesweiten Prüfungen kommen.