Aktuelle Nachrichten

Staatsferne Ausgestaltung des AgoraEU-Förderprogramms

Kultur und Medien/Antwort Die Bündelung unterschiedlicher Förderstränge im Kultur-Förderprogramm AgoraEU hat keine Auswirkungen auf die Unabhängigkeit von Kunst und Medien, so die Bundesregierung auf Linken-Anfrage.

Auswirkungen des Irankriegs auf deutsche Energieversorgung

Auswärtiges/KleineAnfrage Nach dem Irankrieg und den Auswirkungen auf die deutsche Energieversorgung und Wirtschaft erkundigt sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage.

Hintergründe zum Besuch des CIA-Direktors in Moskau erfragt

Auswärtiges/KleineAnfrage Für den Besuch des US-amerikanischen CIA-Direktors in Moskau im August 2026 interessiert sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage.

Verbleib von Sach- und Kulturgütern aus Deutschland

Kultur und Medien/KleineAnfrage Umfang, Verbleib und Rückführung von nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung aus Deutschland verbrachten Sach- und Kulturgütern thematisiert die AfD in einer Kleinen Anfrage.

Diplomatische Initiativen zur Beendigung des Irankriegs

Auswärtiges/KleineAnfrage Nach diplomatischen Initiativen der Bundesregierung im Kontext des Kriegs Israels und der USA gegen den Iran erkundigt sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage.

Abgeordnete fordern Fortentwicklung der Organspenderegelung

Gesundheit/Antrag Die Gegner der sogenannten Widerspruchsregelung bei der Organspende wollen mit einer Weiterentwicklung der geltenden Entscheidungsregelung die Zahl der Organspenden erhöhen.

Informationsmaterial der Bundeswehr für Minderjährige

Verteidigung/KleineAnfrage Informationsmaterial der Bundeswehr für Minderjährige und junge Erwachsene thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage.

"Partnerschaften für Demokratie" in Berlin-Mitte

Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Antwort Die Bundesregierung verweist in einer Antwort auf eine AfD-Anfrage auf die Rolle der kommunalen Selbstverwaltung bei den "Partnerschaften für Demokratie".

Informationen zu "Berliner Register"

Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Antwort Die Förderung von Organisationen und Vereinen, die Träger des sogenannten Berliner Registers sind, ist Thema einer Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage.

Prävention und Aufklärung bei Gewalt gegen Frauen

Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Antwort Die Bundesregierung betont in einer Antwort die besondere Rolle von Prävention und Aufklärung beim Thema Gewalt gegen Frauen.

Smart Pet Feeder is (not) Watching You

beck-aktuell - 18.09.2026
Smart Pet Feeder is (not) Watching You AdobeStock_Futterautomat.jpg sara_stanisic Fr., 18.09.2026 - 13:21 Ein smarter Futterautomat für Tiere mit Kamera und Mikrofon rief die Bundesnetzagentur auf den Plan, die ein verbotenes Spionagegerät vermutete. Doch die Gerichte stoppen das Verkaufsverbot. Verwaltungsverfahren und -prozess

Beate Gsell wird erste Präsidentin: Juristin führt den Juristentag an

LTO Nachrichten - 18.09.2026

Der Deutsche Juristentag hat seine erste Frau an der Spitze: Zur neuen Präsidentin gewählt wurde die Zivilrechtlerin Beate Gsell. Für eine Namensänderung des als traditionell geltenden Vereins kam die nötige Mehrheit aber nicht zustande.

Keine Entschädigung für verlorenen Alarmplan

beck-aktuell - 18.09.2026
Keine Entschädigung für verlorenen Alarmplan Akten.jpeg nina_setzer Fr., 18.09.2026 - 12:30 Eine Papierakte für Alarmsituationen in einer JVA mit den privaten Adressen und Telefonnummern der Bediensteten ging verschütt. Einer der Beamten fürchtete um seine Sicherheit und verlangte Schmerzensgeld nach der DS-GVO – vergeblich. Strafrecht Strafprozessrecht/OWiG Öffentliches Recht

Klöckner und Merkel über Konrad Adenauer, Demokratie und Politik

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat am Montag, 21. September 2026, die Ausstellung "Kokoschkas Adenauer. Warhols Brandt. Außergewöhnliche Begegnungen zwischen Kunst und Politik" eröffnet. Nach einer Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorin Kristina Volke sprach die Bundestagspräsidentin mit der früheren Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Konrad Adenauer, Demokratie und Politik unter dem Titel „Demokratie erschöpft sich für uns nicht in der parlamentarischen Regierungsform. Sie ist für uns eine Weltanschauung“. Kunstsammlung des Deutschen Bundestages Zur Kunstsammlung des Deutschen Bundestages gehören zahlreiche Porträts von Schriftstellern, Komponisten und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, zudem Bildnisse von Abgeordneten der Paulskirche bis heute. Sie können, wie andere Kunstwerke der Sammlung auch, von Abgeordneten für ihre Büro- oder für Sitzungsräume ausgeliehen werden. Neben Ankäufen beauftragt der Kunstbeirat Porträts für die Galerie der Bundestagspräsidentinnen und -präsidenten auf der Plenarsaalebene im Reichstagsgebäude. Die Bildnisse entstehen im Anschluss an die Amtszeit, die Wahl des Künstlers oder der Künstlerin obliegt dem ehemaligen Präsidenten bzw. der ehemaligen Präsidentin. Enormes öffentliches Aufsehen Zu den Glanzstücken der Sammlung gehören zwei Bildnisse deutscher Bundeskanzler: Oskar Kokoschkas Porträt von Konrad Adenauer aus dem Jahr 1966 und Andy Warhols Porträt Willy Brandts von 1976. Schon in ihrer Entstehungszeit sorgten beide Gemälde für enormes öffentliches Aufsehen – und das, obwohl sie nicht als die offiziellen Porträts in der Galerie des Bundeskanzleramts verwendet werden sollten, sondern auf private Initiative von Galeristen entstanden, um damit karitative Zwecke zu unterstützen. Ausgeprägtes Verhältnis zur Kunst Sowohl für Adenauer als auch für Brandt schien dieser karitative Zweck wichtiger als die Begegnung mit den Künstlern, die schon damals als Superstars der Kunstwelt galten. Und das, obwohl beide Politiker ein ausgeprägtes eigenes – wenn auch sehr voneinander verschiedenes – Verhältnis zur Kunst hatten. Konrad Adenauer liebte die Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts und sammelte Gemälde der holländischen, flämischen und italienischen Schule. Er galt als ausgezeichneter Kenner klassischer Musik. Den wenigen Äußerungen Adenauers über Kunst im Allgemeinen kann man entnehmen, dass er Kunst im Zusammenhang mit Religion verstand, als Mittel der Innerlichkeit und der Besinnung, der Transzendenz, des Glaubens, auch als Gegenpol zur Schnelllebigkeit der Politik. Der zeitgenössischen Kunst stand er eher skeptisch gegenüber, anfänglich deshalb auch Kokoschka. Kunst in das politische Leben einbeziehen Willy Brandt war das genaue Gegenteil. Er sammelte keine Kunst, machte es aber zu einem persönlichen Anliegen seiner Politik, Kunst zu ermöglichen. „Es geht mir dabei darum (…) die zeitgenössische Kunst und ihre Inhalte bewusster in das politische Leben einzubeziehen.“ So bekannte sich Brandt zur Idee einer Bundeskunsthalle, die der Hauptstadt Bonn als geistig-kulturelles Zentrum dienen sollte. Er sprach sich für die Gründung einer Bundeskunstsammlung aus und umgab sich mit Künstlern, die ihm wegen dieses Engagements sehr zugetan waren. Zum Kreis um Willy Brandt gehörten Günter Grass, Heinrich Böll, Georg Meistermann, Marc Chagall, Karl-Schmidt-Rottluff, Max Ernst und auch Christo, dessen Projekt der Reichstagsverhüllung er schon in den siebziger Jahren entschieden unterstützte, als Christos Idee noch aussichtslos utopisch schien. Geschichten hinter den Porträts Die Begegnungen mit Kokoschka und Warhol hatten auf diese grundsätzlichen Zugänge zur Kunst weder für Adenauer noch für Brandt entscheidenden Einfluss. Gleichwohl sind sie mehr als nur unterhaltsame Episoden, denn sie ermöglichen einen Einblick in eine Zeitgeschichte, in der Kunst und Politik noch weit gegensätzlichere Sphären darstellten, als heute und ihre Protagonisten eher selten intensive Beziehungen zueinander pflegten. Diese Ausstellung widmet sich den beiden Geschichten hinter den Porträts und damit nicht nur dem besonderen Spannungsverhältnis, sondern auch dem Dialog zwischen Kunst und Politik, Künstlern und Politikern, der im besten Fall zur Öffnung, zum gegenseitigen Verständnis, zur Annäherung zwischen beiden Sphären beiträgt. Öffnungszeiten der Ausstellung Die Ausstellung ist vom 22. September bis 10. Januar – jeweils dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr – bei freiem Eintritt ohne Voranmeldung im Forum Kunst im Deutschen Bundestag im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin (Eingang Luisenstraße 30) zu sehen. Vom 24. bis 26. Dezember sowie am 31. Dezember und 1. Januar ist die Ausstellung geschlossen. Führungen ohne Voranmeldung finden im Regelfall mittwochs um 16 Uhr statt. Für Gruppenführungen kann man sich unter kunst@bundestag.de anmelden. Für Kombiführungen mit dem Konrad-Adenauer-Forum und dem Forum Willy Brandt Berlin jeweils von 15 bis 17 Uhr am 9. und 23. Oktober, 6. November, 4. und 18. Dezember ist die Anmeldung unter https://adenauerhaus.de/besuch/berlin möglich. Zu Andy Warhols Porträt von Willy Brandt aus dem Jahr 1976 spricht die Bundestagspräsidentin am Dienstag, 13. Oktober 2026, ab 19 Uhr mit ihrem früheren Amtskollegen Dr. h. c. Wolfgang Thierse. (vom/21.09.2026)