Alle wichtigen juristischen Nachrichten – fortlaufend aktualisiert und zeitsparend im großen Überblick.

Juristische Nachrichten

"Richter müssen immer auch zweifeln"

beck-aktuell - 31.08.2026
"Richter müssen immer auch zweifeln" Limperg_Bettina_2026.jpg britta_weichlein Mo., 31.08.2026 - 13:34 BGH-Präsidentin Bettina Limperg geht heute in den Ruhestand. Ein Gespräch mit einer, mit der Ruhe eingekehrt ist am BGH: über Zweifel und Selbstzweifel, den BGH 2026, mehr Resilienz für Richter und darüber, was eine gute Richterin ausmacht. Recht allgemein Pia Lorenz

Hammer geworfen, Kündigung kassiert, Verzugslohn verloren

beck-aktuell - 31.08.2026
Hammer geworfen, Kündigung kassiert, Verzugslohn verloren streit-lagerhalle- JackF-adobe.jpg nina_setzer Mo., 31.08.2026 - 12:58 Ein Arbeitnehmer gewinnt den Kündigungsschutzprozess. Auf Lohn für die Zwischenzeit muss er trotzdem verzichten: Er hatte ein Angebot des Arbeitsgebers zur Prozessbeschäftigung ignoriert. Arbeitsrecht

JVA-Ausbruch gibt Rätsel auf

beck-aktuell - 31.08.2026
JVA-Ausbruch gibt Rätsel auf gitterstaebe-gefaengnis-Sinuswelle-adobe.jpg britta_weichlein Mo., 31.08.2026 - 11:52 Mitten in der Nacht klettert ein Häftling über die Fassade der JVA Duisburg-Hamborn auf das Dach – und verschwindet spurlos. Noch zu klären ist, wie einer der Gitterstäbe vor seinem Fenster verschwand und wie ihm das waghalsige Klettermanöver gelang. Recht allgemein Strafrecht

Windparkbetrüger sendet Abschiedsmail

beck-aktuell - 31.08.2026
Windparkbetrüger sendet Abschiedsmail Windpark_2026.jpg britta_weichlein Mo., 31.08.2026 - 11:38 Behörden rätseln, wohin und wie der Windkraftbetrüger Hendrik Holt geflohen ist. Am Flughafen Rostock soll er nicht gewesen sein – dafür vielleicht in Moskau? Strafrecht

"Ich muss nur kurz meine Brust auspacken"

beck-aktuell - 31.08.2026
"Ich muss nur kurz meine Brust auspacken" frau-baby-stillen-Andrii Lysenko -adobe.jpg britta_weichlein Mo., 31.08.2026 - 10:40 Ein Richter bietet Schaukeln des Babys an, gegnerische Anwälte zeigen Verständnis – Erlebnisse der Wiesbadener Anwältin Julia Dokara, die oft ihr Baby mit ins Gericht bringt. Was berichtet sie auf Instagram? Welche Kommentare bekommt sie? Recht allgemein

Eine Bürgerwacht ist "verfassungsrechtlich problematisch"

beck-aktuell - 31.08.2026
Eine Bürgerwacht ist "verfassungsrechtlich problematisch" Sicherheitswacht.jpg britta_weichlein Mo., 31.08.2026 - 10:21 Die AfD plant in Sachsen-Anhalt für den Fall eines Wahlsiegs eine freiwillige "Bürgerwacht". Was es damit auf sich hat – und warum Polizeirechts-Experte Markus Thiel verfassungsrechtliche Probleme sieht. Staats- und Verfassungsrecht

Zwischen Kanzleipflicht und Cloud – Gründung im digitalen Zeitalter

Legal Tech Verzeichnis - 29.08.2026

Der Schritt in die Selbstständigkeit gehört zu den größten Herausforderungen junger Juristinnen und Juristen. Neben fachlicher Kompetenz verlangt er ein hohes Maß an Disziplin, unternehmerischem Denken und Anpassungsfähigkeit. Auch vor dem Hintergrund eines sich zuspitzenden Fachkräftemangels spielt Technik eine immer größere Rolle; Künstliche Intelligenz hat den Einzug in den anwaltlichen Alltag gefunden. 

Doch wer sich heute selbstständig macht, steht zwischen zwei Welten: den klassischen Regeln einer analogen Berufsordnung einerseits und den Möglichkeiten eines digitalen Kanzleialltags andererseits. Dieses Spannungsfeld prägt die unternehmerische Freiheit und kann in der Planung Kopfzerbrechen bereiten. Hier braucht es Konsequenz – auch seitens des Gesetzgebers. 

Hardware

Bereits bei der Erstellung des Businessplans wird deutlich: Die technische Infrastruktur ist das Rückgrat der Kanzlei. Die Entscheidung zwischen klassischem Desktop-PC und Laptop mit Dockingstation hängt vom gewünschten Maß an Mobilität ab. Leistungsstarke Notebooks ermöglichen heute den vollständigen Kanzleibetrieb unterwegs, im Gerichtstermin oder auch in der Bahn.

Bei der Hardwareauswahl muss auf Datensicherheit und Ausfallschutz geachtet werden. Externe Festplatten mit Verschlüsselung oder Cloud-Lösungen mit Serverstandort in Deutschland bieten eine solide Grundlage. Wer viel mobil arbeitet, profitiert von VPN-gestützten Zugängen und Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Unverzichtbar bleibt im anwaltlichen Alltag das beA-Kartenlesegerät für den sicheren elektronischen Rechtsverkehr. Aufgrund der Gefahr, dass Modelle auslaufen, sollte man aber vor dem Kauf die Website der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) konsultieren, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden. 

Software

Bei der Wahl der Software geht es um Funktionen und um Vertrauen. Während das Betriebssystem wohl Geschmackssache bleiben wird, ist die Wahl der Kanzleisoftware auch eine strategische Entscheidung.

Neben marktführenden Komplettlösungen bieten spezialisierte Anbieter heute modulare Systeme: von Fristenkontrolle und Zeiterfassung bis hin zu digitalem Mandatsmanagement. Entscheidend ist aber, dass die Software zum eigenen Rechtsgebiet und Arbeitsfeld passt. So können im Familienrecht einige Features nützlich sein, im Strafrecht oder in einer Kanzlei mit mehreren Berufstragenden wieder andere. Der Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ist hier durch nichts zu ersetzen; ihre praktischen Erfahrungen sind oft verlässlicher als Werbeversprechen. Wer auf der Suche nach dem geeigneten Programm ist, sollte sich daher zunächst an sie wenden. 

Einen großen Vorteil bieten Cloud-basierte Systeme. Diese ermöglichen Zugriff auf Akten von jedem Ort und reduzieren Wartungsaufwand – allerdings nur, wenn Datenschutz, Verschlüsselung und Serverstandort den Anforderungen der DSGVO und der BRAO genügen. Open-Source-Alternativen können eine kosteneffiziente Option sein, erfordern jedoch ein gewisses technisches Grundverständnis. Der große Vorteil ist, dass man sich nicht gänzlich von Big Playern abhängig macht.

Während klassische Anwendungen wie Textverarbeitung, Buchführung und Kanzleiorganisation längst digitalisiert sind, verbreitert sich die Palette anderer Funktionen stetig – wie automatisierte Schrifterkennung oder auch ein ausgefeilteres Vorlagenmanagement. Synchronisierung zwischen Geräten spart Zeit, kann aber zugleich das Risiko unbeabsichtigter Datenlecks erhöhen. In größeren Kanzleien können strukturierte Berechtigungskataloge für Kanzleimitarbeitende empfehlenswert sein. In kleineren Kanzleien kann der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine günstige Alternative zu Fachkräften sein, die auf dem Anwaltsmarkt zur Mangelware geworden sind.

Analoge Kanzlei

Besonders die jüngste Rechtsprechung verdeutlicht, dass Digitalisierung im anwaltlichen Berufsrecht nicht grenzenlos ist. Mit Urteil vom 01.12.2025 (Az.: AnwZ (Brfg) 50/24) hat der BGH die Anforderungen an die „Kanzlei“ eines Rechtsanwalts klargestellt und deutlich gemacht, dass das anwaltliche Berufsrecht noch längst nicht im digitalen Zeitalter angekommen ist. 

Worum ging es? – Ein Syndikusrechtsanwalt hatte neben seiner Haupttätigkeit eine Einzelkanzlei betrieben, ohne feste Räumlichkeiten anzumieten. Stattdessen nutzte er ein Bürocenter mit Telefonservice, Briefkasten und bei Bedarf buchbaren Besprechungsräumen. Die zuständige Rechtsanwaltskammer beanstandete dies, was der BGH bestätigte: Eine Kanzlei verlange dauerhaft eingerichtete Räumlichkeiten, in denen Mandanten persönlich erscheinen und Unterlagen vertraulich verwahrt werden können. Temporäre Räume auf Abruf würden dem nicht genügen.

Der Kanzleibegriff vermittle Präsenz, Statik und Zuverlässigkeit. Damit stehe die Pflicht zur Kanzlei nicht im Widerspruch zur Berufsfreiheit, sondern solle die Funktionsfähigkeit der Rechtspflege sichern. Wirtschaftliche oder praktische Erwägungen seien von untergeordneter Bedeutung.

Vor dem Hintergrund der Realität moderner Arbeitsformen ist dieses Urteil ein Schlag. Videokonferenzen, digitale Aktenführung und flexible Arbeitsplätze sind längst, und zu Recht, Bestandteil des Berufsalltags. Die Vorstellung, ständig verfügbare Kanzleiräume vorzuhalten, wirkt unter Effizienzgesichtspunkten anachronistisch. Offen bleibt, ob die RAKs künftig Mietverträge einsehen werden; legislative Anpassungen müssen hier unbedingt kommen.

Bis dahin sollte jede Rechtsanwältin und jeder Rechtsanwalt eine physische Kanzleiadresse mit real nutzbaren Räumen haben, um berufsrechtliche Beanstandungen zu vermeiden – ein Umstand, den man beim Schritt in die Selbstständigkeit beachten muss. Das Urteil zeigt, wie dringend das Berufsrecht eine Modernisierung braucht. Hier braucht es eine Definition, die digitale Strukturen anerkennt.

Analoger Rechtsstaat

So digital die juristische Arbeit heute auch sein mag, der analoge Alltag bleibt bestehen, was bei der Entscheidung für die Selbstständigkeit berücksichtigt werden muss. Viele Bescheide, Behördenmitteilungen oder gerichtliche Schreiben kommen nach wie vor per Post. Damit entsteht die Frage, wie man den Übergang zwischen physischem und digitalem Dokumentenmanagement organisiert. Man kommt in die Verlegenheit, einige Dokumente analog aufzubewahren, um nicht Originale zu vernichten, auf die es im Zweifelsfall ankommen könnte. 

Drucker, Scanner und Faxgeräte bzw. onlinebasierte Faxdienste sind auch nicht vollständig obsolet. Denn bei manchen Behörden ist die Faxübermittlung immer noch formwirksames Kommunikationsmittel – gerade, wenn beA einmal ausfällt oder gar ein beA-Verbot besteht, wie bei Finanzämtern. Das ist aber das komplett falsche Signal. Denn für Kanzleien kann sich dadurch eine hybride Infrastruktur lohnen, die zwar digital optimiert ist, aber eine analoge Rückversicherung für Sonderfälle bereithält. Dieser Umstand stellt jeder konsequenten Digitalisierung ein Bein, von der Effizienz ganz zu schweigen. Die junge Anwaltschaft darf sich hier zurecht benachteiligt fühlen.

Künstliche Intelligenz

Die derzeit wohl spannendste Entwicklung betrifft den Einsatz künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Tools können dabei Routineaufgaben übernehmen: Sie prüfen Verträge auf Formulierungsfehler, schlagen vergleichbare Urteile vor oder strukturieren Schriftsätze. Auch im Fristen- und Kostenmanagement lassen sich viele Prozesse teilautomatisieren.

Mandantenportale können integriert werden, in denen KI-basierte Systeme Standardanfragen vorsortieren, Verschlagwortungen vornehmen oder Vertragsdaten erfassen. 

Doch so groß das Potenzial ist, so wichtig bleiben Kontrolle und Haftungsbewusstsein. Eine KI kann Vorschläge generieren, aber sie übernimmt keine anwaltliche Verantwortung. Das bleibt alleine uns vorbehalten. Nachwuchsjuristinnen und -juristen, die lernen, solche Systeme gezielt einzusetzen, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil.  Wer glaubt, dass es beim falschen Zitieren von Urteilen bleibt, verkennt die Entwicklungen im Bereich der KI. Juristische Qualitätssicherung muss aber immer gewährleistet sein. 

In Bezug auf den Einsatz von KI befinden sich Berufsrecht und Rechtsprechung noch in den Kinderschuhen. Der Gesetzgeber ist gefordert, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die Innovation ermöglichen, ohne die Kernprinzipien anwaltlicher Unabhängigkeit zu gefährden. Bis das geschehen ist, müssen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte beim Einsatz von KI aufmerksam bleiben. 

Ausblick

Junge Juristinnen und Juristen bewegen sich heute selbstverständlich in digitalen Arbeitsumgebungen. Sie nutzen Tools, die intuitiv funktionieren, Prozesse beschleunigen und Flexibilität ermöglichen. So kann man sich vor allem in der Startphase von Bürokräften unabhängig machen, die man wegen des Fachkräftemangels sowieso kaum findet bzw. mit hohen Kosten verbunden sind. 

Die rechtlichen Grundlagen bleiben unverrückbar: Das Mandatsgeheimnis, die persönliche Verantwortung und die Wahrung der Unabhängigkeit sind auch in der Cloud zu schützen, darauf muss jeder Berufstragende achten. Der Anspruch auf vollständige Digitalisierung der anwaltlichen Arbeit muss aber bestehen bleiben.

Die Zukunft der Rechtsanwaltschaft liegt zu einem großen Teil im virtuellen Raum – daher verändert sich auch das klassische Büro. Bis das auch der Gesetzgeber erkannt hat, sind alle Berufstragenden (wohl) dazu aufgerufen, sich an die Kanzleipflicht zu halten.

Wer Hardware, Software und KI-Technologien mit Augenmaß auswählt und zugleich Datenschutz und Berufsrecht ernst nimmt, kann das digitale Zeitalter der Anwaltschaft aktiv mitgestalten. Es ist aber dringend erforderlich, dass der Gesetzgeber die Digitalisierung konsequent durchsetzt. Dafür muss er auch die Justiz und die Behörden verpflichten. Die Vorteile überwiegen den Nachteilen, dies gilt es zu begreifen. Die junge Anwaltschaft muss hier vorangehen, allen Widrigkeiten zum Trotz. 

Autor: Allan Böhner ist Rechtsanwalt in Berlin-Charlottenburg und Regionalbeauftragter des FORUMs Junge Anwaltschaft Berlin. Mehr Info unter www.boehner.legal

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Nach dem Urteil folgt die Ausreise

beck-aktuell - 28.08.2026
Nach dem Urteil folgt die Ausreise sidy-drame-dpa Rolf Vennenbernd.jpg sara_stanisic Fr., 28.08.2026 - 16:38 Für ihre Rolle als Nebenkläger durften die Brüder des von der Polizei getöteten Mouhamed Dramé nach Deutschland einreisen. Nach dem Ende des Strafprozesses sehen die Gerichte keinen Grund mehr für ihren weiteren Aufenthalt. Ausländer- und Asylrecht

OLG Frankfurt zum Verbraucherschutz: Energieversorger müssen verständlich drohen, bevor sie den Hahn abdrehen

LTO Nachrichten - 28.08.2026

Weil ein Kunde nicht zahlte, wollte sein Gasversorger ihm den Hahn abdrehen. Das darf er allerdings erst mal nicht, so das OLG Frankfurt. Der Grund: Der Versorger habe nicht verständlich kommuniziert, dass der Kunde Gegenargumente nennen kann.

BVerwG erkennt Ex-Soldaten das Ruhegehalt ab: Befehle verweigert, Vorgesetzten geschlagen, Crystal Meth gekauft

LTO Nachrichten - 28.08.2026

Auf einer Kompaniefeier eskalierte es vollends, auch nach seiner Suspendierung schlug ein Ex-Soldat krass über die Stränge. In der Gesamtschau reiche eine Degradierung nicht mehr aus, entschied das BVerwG und strich dem Mann das Ruhegehalt.

Alleinstehende Frauen müssen künstliche Befruchtung selbst zahlen

beck-aktuell - 28.08.2026
Alleinstehende Frauen müssen künstliche Befruchtung selbst zahlen in-vitro- Inna Dodor -adobe.jpg timothy_heinle Fr., 28.08.2026 - 15:45 Während unfruchtbare Ehepaare die Kosten für künstliche Befruchtungen von den Krankenkassen ersetzt verlangen können, stehen alleinstehende Frauen ohne Kostenübernahme da. Das hat laut dem LSG Bayern einen guten und zeitgemäßen Grund. Sozialrecht

"Das Einzige, was ich noch gut machen kann"

beck-aktuell - 28.08.2026
"Das Einzige, was ich noch gut machen kann" fallback_fallback_quader_2.jpg sara_stanisic Fr., 28.08.2026 - 15:36 Jahrzehntelang blieb der Fall Amy Lopez ungeklärt - nun besteht Klarheit: Ein 81-Jähriger ist als ihr Mörder verurteilt worden. Was der letzte Prozesstag für Amys Familie bedeuten kann. Strafrecht

"Es geht um das Ziel, dass so eine Katastrophe nie wieder passiert"

beck-aktuell - 28.08.2026
"Es geht um das Ziel, dass so eine Katastrophe nie wieder passiert" AdobeStock_germanwings.jpg sara_stanisic Fr., 28.08.2026 - 15:16 Mehr als elf Jahre nach dem Flugzeug-Absturz wird um zusätzliches Schmerzensgeld gestritten. Zum Auftakt erklärt die Richterin, warum sie skeptisch ist. Wie nehmen das die Angehörigen auf? Bürgerliches Recht

Es geht nicht nur ums Geld

beck-aktuell - 28.08.2026
Es geht nicht nur ums Geld Haftzelle.jpg maximilian_amos Fr., 28.08.2026 - 14:33 Das Justizministerium will unschuldig Inhaftierte künftig besser entschädigen und beruft sich dazu auch auf eine kriminologische Studie. Sebastian Sobota hat nachgesehen, wie viel davon tatsächlich umgesetzt wird. Strafprozessrecht/OWiG

Austricksen eines Automaten war kein Computerbetrug

beck-aktuell - 28.08.2026
Austricksen eines Automaten war kein Computerbetrug zigarettenautomat-Tupungato-adobe.jpg timothy_heinle Fr., 28.08.2026 - 14:22 Weil sich ein 36-jähriger an einem Zigarettenautomaten im Probeverkauf-Wartungsmodus bedient hatte, erhielt er eine Geldstrafe wegen Diebstahls. Zu wissen, warum das LG Ravensburg keinen Computerbetrug annahm, kann auch für das Examen nicht schaden. Strafrecht

Ein Anachronismus

beck-aktuell - 28.08.2026
Ein Anachronismus Betende-Haende.jpeg michael_dollmann Fr., 28.08.2026 - 13:27 Lange Zeit wurde die Strafbarkeit der „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“, kodifiziert in § 166 StGB, als ein Relikt der Vergangenheit belächelt. Strafrecht

Robin Hood

beck-aktuell - 28.08.2026
Robin Hood Pfeile.jpeg michael_dollmann Fr., 28.08.2026 - 13:12 Lehrerinnen und Lehrer sollten ihren Schülern ein echtes Vorbild sein. Das gilt in besonderem Maße für die Schulleitung. In den allermeisten Fällen werden sie diesem Anspruch auch mit Bravour gerecht – und um die wenigen „schwarzen Schafe“ der Branche kümmert sich die Justiz. sonst. besonderes Verwaltungsrecht Dr. Monika Spiekermann

Äußerungen gegen Existenzrecht Israels bestrafen

beck-aktuell - 28.08.2026
Äußerungen gegen Existenzrecht Israels bestrafen israel-flagge-tel-aviv-polack -adobe.jpg sara_stanisic Fr., 28.08.2026 - 12:43 Der Zentralrat der Juden drängt die Bundesregierung, dem Bundesrat zu folgen und die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe zu stellen. Solche Äußerungen dürften nicht juristisch folgenlos bleiben, so Zentralratspräsident Josef Schuster. Strafrecht

"Vertraue niemandem" ist keine gute Botschaft für einen Polizisten

beck-aktuell - 28.08.2026
"Vertraue niemandem" ist keine gute Botschaft für einen Polizisten AdobeStock_Polizei.jpg sara_stanisic Fr., 28.08.2026 - 12:34 Ein Polizeibewerber trug die Botschaft "Vertraue niemandem" auf seinem Arm. Für die Behörden ein Widerspruch und für die Gerichte ein nachvollziehbarer Grund, an seiner Eignung zu zweifeln. Auch die Überdeckung des Motivs half dem Mann nicht weiter. sonst. besonderes Verwaltungsrecht

Besoldungsreparaturgesetz geplant: Mehr als eine Milliarde Euro Nachzahlung für Berliner Beamte

LTO Nachrichten - 28.08.2026

Finanzsenator Evers sieht Berlin vor einer komplexen Aufgabe: Bis März 2027 muss das Besoldungsrecht für Beamte neu geregelt werden, weil eine Entscheidung des Verfassungsgerichts das verlangt. Auch für andere Bundesländer wird es teuer.