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Juristische Nachrichten
Ungetauft an die katholische Grundschule
Ein Jahr LawX Care: Neue Leitung, offene Stelle – und was die Begleitung von Kanzleien gezeigt hat
Zwei Neuigkeiten aus dem LawX Care Team: Seit November leitet Konstantinia Vlassaki den Bereich als Head of LawX Care – und das Team sucht Verstärkung. Aktuell ist eine Position im Customer Success Management ausgeschrieben.
Konstantinia Vlassaki übernimmt die Leitung von LawX Care
Vlassaki bringt mehrere Jahre Berufspraxis in einem Anwaltsnotariat mit – vom notariellen Alltag, einschließlich der Führung der Urkundenrolle, bis hin zu Forderungsschreiben, Klageschriften und Schriftsätzen für gerichtliche Verfahren. Zuletzt leitete sie zwei Jahre bei Enpal das Litigation-Team.
„Ich habe selbst Schriftsätze unter Termindruck geschrieben und weiß, wie ein Büro an einem vollen Tag funktioniert“, sagt sie. „Wer eine Software einführt, ohne diesen Alltag zu kennen, schult daran vorbei.“
Diese Perspektive prägt die Arbeit von LawX Care von Anfang an: Im Herbst 2025 gingen die ersten Kanzleien mit LawX live. Seitdem hat das Team zahlreiche Büros durch die Umstellung begleitet und dabei einiges gelernt.
Drei Erkenntnisse aus dem ersten Jahr
Kanzleien und Notariate fragen selten nach einzelnen Funktionen. Sie fragen, wie sie mit weniger Personal dieselbe Menge an Vorgängen bewältigen können. Stellen für Fachangestellte bleiben monatelang unbesetzt, während Mandantinnen und Mandanten schnellere Antworten und digitale Wege erwarten. Mit einzelnen Werkzeugen ist das nicht zu lösen – gefragt ist ein System, das Arbeitsschritte zusammenführt, statt sie zu verteilen.
Büros, die mit einem konkreten, häufig wiederkehrenden Fall starten, arbeiten schneller produktiv als Büros, die zunächst den vollen Funktionsumfang kennenlernen. LawX Care geht deshalb bei der Implementierung stufenweise je nach Rechtsgebiet vor, statt pauschal zu schulen.
Ein festes Umstellungsdatum schlägt den Parallelbetrieb. Wo zwei Systeme nebeneinander laufen, greift ein Team unter Zeitdruck zum Gewohnten. Ein definierter Umstellungstag beendet diesen Zustand. Wo Parallelbetrieb unvermeidbar ist, wird er geplant statt hingenommen.
Was sich daraus geändert hat
Aus diesen Erfahrungen ist ein fester Rahmen entstanden: 30 Tage, dieselbe Struktur für jedes Büro – unabhängig von Größe oder Schwerpunkt. Er umfasst einen gemeinsamen Fahrplan, die Aufbereitung der wichtigsten Muster vor dem Start, wöchentliche Check-ins sowie kurze Demos und Schulungsvideos.
Prägend war dabei, dass die Büros die Einführung selbst mitgestalten. „Wir richten LawX nicht ein und übergeben es“, sagt Vlassaki. „Wir bauen es gemeinsam mit dem Büro entlang seiner eigenen Fälle auf. Das kostet in den ersten Wochen gemeinsame Zeit – und ist der Grund, warum das System danach zum Büro passt und nicht umgekehrt.”
Das gilt ausdrücklich für Teams ohne Vorerfahrung mit KI-gestützten Werkzeugen. Entwürfe entstehen KI-gestützt und werden von den Fachangestellten geprüft. Dies ist eine Arbeitsweise, die eingeführt werden muss und nicht von selbst entsteht.
Das Team wächst – und sucht Verstärkung
Mit der Zahl der Kunden wächst das Care-Team. Wer versteht, wie ein Büro an einem vollen Tag arbeitet, ist bei LawX Care richtig. Ein großer Teil des Teams kommt aus dem juristischen Umfeld.
„Entscheidend ist nicht das Examen, sondern ob jemand versteht, wie ein Büro an einem vollen Tag arbeitet“, sagt sie. „Ein Notariat oder eine Anwaltskanzlei merkt in den ersten Minuten eines Gesprächs, ob das so ist. Diese Erfahrung kann aus der Kanzlei kommen – aber nicht nur von dort.“
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Wolters Kluwer treibt die nächste Generation juristischer KI voran
Wolters Kluwer Legal & Regulatory hat heute die nächste Entwicklungsstufe von Libra by Wolters Kluwer, seinem All-in-One Legal AI Workspace, angekündigt. Wolters Kluwer macht die Zusammenhänge über die gesamte Bandbreite seiner juristischen Fachquellen hinweg expliziter, indem anerkannte juristische Quellen, Expertenkommentare und praktische Leitfäden in strukturierte juristische Informationen transformiert werden. Dies ermöglicht eine tiefgreifendere kontextbezogene Recherche, verständlichere Antworten und direkt in juristischen Arbeitsabläufen verwendbare Ergebnisse.
Nach der Integration der kuratierten juristischen Fachinhalte von Wolters Kluwer in den Libra-AI-Workspace in der ersten Jahreshälfte 2026 werden Gesetze, Urteile, Expertenkommentare und praktische Leitfäden nun miteinander und mit dem jeweiligen Sachverhalt verknüpft. Dadurch entsteht ein zusammenhängender Wissensgraph aus von Expert:innen kuratierten und verfassten juristischem Wissen, auf dessen Grundlage die KI Schlussfolgerungen ziehen kann. Für Libra Nutzer:innen bedeutet dies eine Recherche, die schneller die richtige Rechtsquelle aufzeigt, Antworten, die eine noch klarere Argumentation und Quellenangaben enthalten, eine durch den fallspezifischen Kontext geleitete Entwurfserstellung sowie höhere Verlässlichkeit bei jedem Ergebnis.
„Das ist die größte Veränderung unserer Inhalte seit ihrer Digitalisierung“, sagt Martin O’Malley, CEO von Wolters Kluwer Legal & Regulatory. „Unser Wissensgraph strukturiert unsere einzigartigen Bestände an juristischen Informationen so, wie Jurist:innen auf der ganzen Welt tatsächlich denken: als ein Netzwerk aus Gesetzen, Urteilen, Expertenkommentaren und Konzepten, die eng miteinander verbunden sind. Wenn KI diese Zusammenhänge über die gesamte Tiefe unserer Inhalte hinweg versteht, statt lediglich ähnliche Textstellen abzurufen, werden die Antworten nuancierter und kontextbezogener und bleiben dennoch vollständig nachvollziehbar.“
In internen Bewertungen liefert Libra bereits durchweg qualitativ hochwertigere, besser belegte und besser nachvollziehbare Antworten als führende generalistische KI-Modelle. Diese Arbeit basiert auf einer besonderen Stärke von Wolters Kluwer: der Bestand an fachlich kuratierten juristischen Inhalten, die von einem Netzwerk aus tausenden praktizierenden Fachautoren und Fachredakteuren erstellt und kontinuierlich gepflegt werden. Durch die Strukturierung dieses Wissens wird jeder Beitrag besser auffindbar, klarer zugeordnet und unmittelbarer mit dem jeweiligen Arbeitsschritt im juristischen Arbeitsprozess verknüpft, in dem sie benötigt wird.
„Seit Jahrzehnten vertrauen Juristinnen und Juristen auf das Fachwissen unserer Autor:innen, Redakteur:innen und Rechtsexpert:innen“, sagt Philipp Mueller, Chief Product Officer bei Wolters Kluwer Legal & Regulatory. „Wir entwickeln neue Wege, um dieses Wissen in Libra und anderen Produkten zu bündeln und bereitzustellen, sodass das Fachwissen und die Erkenntnisse der Autorinnen und Autoren nahtlos in den Arbeitsablauf unserer Kund:innen einfließen – so intuitiv, als würden sie als Kolleg:innen zusammenarbeiten.“
In den kommenden Monaten erhalten ausgewählte Kund:innen einen vorzeitigen Zugang. Anschließend erfolgt eine schrittweise Markteinführung in allen Segmenten von Wolters Kluwer Legal & Regulatory im vierten Quartal 2026 und im ersten Quartal 2027. Da Wolters Kluwer zunächst die Qualität, den Kundennutzen und die Betriebsbereitschaft überprüft, variieren der Zeitplan und die Funktionen je nach Markt.
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