Aktuelle Nachrichten
Überweisung im vereinfachten Verfahren
Ohne Aussprache hat der Bundestag am Donnerstag, 10. September 2026, eine Vorlage zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen: Gewerbemietrecht: Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel "Belebte Nachbarschaften sichern, Gewerbetreibende schützen – Für ein faires Gewerbemietrecht" (21/7896(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) wurde zur Federführung an den Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz überwiesen. Die Fraktion fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf für ein „faires“ Gewerbemietrecht vorzulegen. Dieser soll unter anderem Betriebsübergänge bei inhabergeführten Betrieben erleichtern und lokale Gewerbestrukturen und die Sozialinfrastruktur besser schützen. Der Gesetzentwurf soll nach Willen der Fraktion unter anderem einen gesetzlichen Anspruch auf Zustimmung zur Übertragung eines Gewerbemietvertrags auf einen Rechtsnachfolger vorsehen, sofern die berechtigten Interessen des Vermieters gewahrt bleiben. Wird die Übertragung abgelehnt, obwohl diese Interessen gewahrt sind, soll ein gesetzlicher Schadensersatzanspruch zugunsten des Mieters geschaffen werden. Die Grünen wollen zudem ein „gewerbliches Pendant zum Milieuschutz“ schaffen und dafür unter anderem das Baugesetzbuch erweitern sowie kommunale Vorkaufsrechte für „gefährdete Gewerbeimmobilien“ stärken. Außerdem fordern sie ein verpflichtendes Leerstandsregister für Gewerbeflächen und die Prüfung steuerlicher Maßnahmen gegen spekulativen Leerstand sowie von Anreizen für gemeinwohlorientierte Vermietungen. Zur Begründung schreiben die Abgeordneten, dass vor allem inhabergeführte Geschäfte, Handwerksbetriebe, kleine Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen zunehmend ihre angestammten Räume verlören. Die Verdrängung solcher Einrichtungen könne zu Versorgungslücken, längeren Wartezeiten und dem Verlust niedrigschwelliger Angebote führen und damit die Struktur ganzer Quartiere schwächen. „Die Gewerbemietmärkte unterscheiden sich grundlegend von den Wohnungsmärkten: Es gibt keine Mietpreisbremse, keinen Kündigungsschutz und keine Instrumente, die soziale Infrastruktur schützen“, schreiben die Grünen. Zugleich fehlten belastbare Daten unter anderem zu Miethöhen, Leerständen und Vertragslaufzeiten. Darüber hinaus verlangt die Fraktion eine Rückkehr zu den Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes und ein Verbot des Einbaus neuer fossiler Heizungen. Die Fraktion begründet dies mit dem Schutz von Gewerbemietenden vor steigenden Kosten für fossiles Heizen. (vom/10.09.2026)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
Gemeinde scheitert an Jahresfrist
Gemeinde scheitert an Jahresfrist
Fristen_2026.jpg
henriette_garbade
Do., 10.09.2026 - 12:21
Erst vor das LVerfG, dann nach Karlsruhe – das kann klug sein. Muss aber begründet werden. Daran scheiterte eine Gemeinde aus Sachsen-Anhalt vor dem BVerfG und hatte auf einmal ein Problem mit der Zulässigkeit.
Kommunalrecht
Kategorien: Juristische Nachrichten
Fax statt beA kostet Versicherungsschutz
Fax statt beA kostet Versicherungsschutz
fax- piyapong01 -adobe.jpg
nina_setzer
Do., 10.09.2026 - 12:14
Ein Anwalt legte eine Beschwerde per Fax und Post ein, obwohl sie elektronisch einzureichen war. Das LG Bremen wertete dies als wissentliche Pflichtverletzung des Anwalts und wies die Klage gegen die Berufshaftpflichtversicherung ab.
Berufs- und Haftungsrecht
Berufsrecht der Rechtsanwälte und Notare
Kategorien: Juristische Nachrichten
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 21/7641 - Durch die Mitglieder der Bundesregierung erstattete Strafanzeigen in der 21. Legislaturperiode - Stand 31. Juli 2026 (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
- Bundespräsident Steinmeier kondoliert zum Tod von König Harald V. von Norwegen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat König Haakon von Norwegen zum Tod seines Vaters König Harald V. kondoliert.
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
Kurz vor der Wahl in Berlin: Ermittlungen gegen SPD-Politiker Steffen Krach
Wenige Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wird gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach ermittelt. Dabei soll es um das Vergabeverfahren bei einem Klinikverkauf gehen, doch die Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt.
Kategorien: Juristische Nachrichten
21/7999: Unterrichtung Evaluierungsbericht zum Forschungszulagengesetz für den Zeitraum 2021 bis 2025 (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/7900: Unterrichtung Bericht zur Umsetzung der nach § 57 Absatz 1 Nummer 12 des Personenbeförderungsgesetzes erlassenen Verordnung (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/8000: Unterrichtung Bericht der Bundesregierung zur Verwendung der Regionalisierungsmittel durch die Länder im Jahr 2020 (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/7978: Kleine Anfrage Kosteneffiziente und technologieoffene Gestaltung energiepolitischer Vorhaben (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/7976: Kleine Anfrage Status, verkehrliche Bewertung und Finanzierung des Ausbaus der Ostbahn (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/7973: Kleine Anfrage Bilanz der Korridorsanierung der Strecke Hamburg - Berlin (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/7984: Unterrichtung über die gemäß § 80 Absatz 3 und § 92 der Geschäftsordnung an die Ausschüsse überwiesenen Vorlagen (Eingangszeitraum: 22. Juni bis 2. September 2026) (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/7950: Beschlussempfehlung Antrag auf Genehmigung zur Durchführung eines Strafverfahrens (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
21/7951: Antrag Industrie und Mittelstand retten - Sanktionen in Krisenzeiten aufheben (PDF)
Kategorien: Nachrichten der Bundesorgane
Til Mette zeichnet den Rechtsstaat
Til Mette zeichnet den Rechtsstaat
til-mette-co-joachim-jahn.jpg
henriette_garbade
Do., 10.09.2026 - 11:54
Die Bundesrechtsanwaltskammer hat den Cartoonisten Til Mette mit dem 15. Karikaturpreis ausgezeichnet. Drei Jahrzehnte lang prägte er die Satireseite im "stern" – jetzt widmete er der Anwaltschaft sein neuestes Werk.
Recht allgemein
Kategorien: Juristische Nachrichten
LSG zu vorgetäuschten Vorversicherungszeiten: Selbstständiger durfte nicht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln
Ein Tischler wollte nach Jahren in der privaten Krankenversicherung zurück in die gesetzliche. Sein Makler und ein Versicherungsmitarbeiter machten falsche Angaben, um das zu ermöglichen. Jetzt fliegt der Tischler wieder raus, so das LSG.
Kategorien: Juristische Nachrichten
